Gehen Sie auf Zeitreise in den Kalten Krieg und durchspielen den Ernstfall

Das Szenario: Atombomben fallen auf das Ruhrgebiet

Als Besucher schlüpfen Sie in die Rolle der Bunkerbesatzung und werden vom Leiter der Befehlsstelle mit Ihrem Arbeitsplatz vertraut gemacht. Sie erfahren, welche Gefahren durch Atombomben drohen und wie der Bunker gegen diese schützt. Als Mitglied des Krisenstabs stellen Sie fest, welche Gebiete betroffen sind und entscheiden wo Hilfe geleistet wird. Nebenbei wird Ihnen der Alltag im Bunker sowie die Technik erläutert. Ein Großteil der Einrichtung ist noch funktionsfähig und an einigen Stationen können Sie sogar selbst Geräte und Anlagen bedienen.

Ausweichsitz der Landesregierung NRW und der Kalte Krieg

Kaum haben die Menschen die Schrecken der beiden Weltkriege hinter sich gelassen, da bahnt sich auch schon der nächste Krieg an: Der Kalte Krieg. Es sind die Jahre der Kubakrise, des Mauerbaus und der atomaren Aufrüstung. Die beiden Großmächte USA und die Sowjetunion bedrohen sich mit immer stärkeren Atomwaffen. Jederzeit kann aus dem kalten Krieg ein heißer werden.

In aller Stille werden Sicherheitsmaßnahmen für den Fall einer atomaren Auseinandersetzung getroffen. Unter hoher Geheimhaltung errichten die Bundesregierung und die Landesregierungen atombombensichere Bunker. Diese sollen im Kriegsfall als Ausweichsitze dienen. Von dort würden die Krisenstäbe Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung einleiten.

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Ein 17 Kilometer langes Milliardengrab wird geöffnet

Die Geschichte um den geheimen Regierungsbunker des Kalten Krieges, der im Angriffsfall 3.000 wichtige Bonner Amtsträger unter den Weinbergen an der Ahr schützen sollte, wird durchleuchtet und öffentlich gemacht…

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Atombunker im Eifel-Dörfchen Kall-Urft errichtet

Ihren Ausweichsitz ließ die Landesregierung NRW in den 1960er Jahren in der Nähe des kleinen Eifel-Dorfes Kall-Urft bauen. Dies nicht unbeobachtet des Feindes. So berichtete ein Spion direkt nach Moskau. Er war Mitarbeiter der Firma, die die Lüftungsanlage des Bunkers baute. So kamen die Sowjets in den Besitz von Plänen und sogar von Fotos vom Bau der Anlage. Später gelangten diese in den Besitz der Staatssicherheit der DDR. Diese baute Teile des Bunkers nach, um für den Ernstfall die Einnahme zu trainieren. Die Inhaftierung des Ministerpräsidenten NRW inbegriffen. Dies belegen Unterlagen des Stasi-Behörde. Im Übrigen war es der gleiche Spion, der für die Sowjets auch die Bauunterlagen des Regierungsbunkers im Ahrtal beschaffte.

10 Millionen DM für den Katastrophenschutz

Die Kosten für den Bau des Ausweichsitzes NRW betrugen zehn Millionen DM. Er nahm 1963 seine Arbeit auf. Der Bunker verfügte über etwa hundert Räume. Diese waren dem Ministerpräsidenten und 200 leitenden Beamten der Landesregierung vorbehalten. Sie hätten sich dort bis zu 30 Tage aufhalten können. Der Schutz der Zivilbevölkerung wäre Ihre Aufgabe gewesen.

Streng geheim: Der Ausweichsitz der Landesregierung NRW

Fast 30 Jahre lang musste der Bunker ständig betriebsbereit gehalten werden. Seine Existenz und die regelmäßig dort durchgeführten Übungen unterlagen strengster Geheimhaltung. In der Öffentlichkeit wurde der Atombunker als „Warnamt Eifel“ getarnt. Der Ausweichsitz der Landesregierung NRW wurde in den 1990er Jahren außer Betrieb gestellt und veräußert. Seitdem befindet er sich in zweiter Generation im Privatbesitz der Familie Röhling, die Anfang 2009 die Dokumentationsstätte eröffnete und den Bunker für Besucher zugänglich machte.

Aufgabe der Dokumentationsstätte

Ziel des Museums ist es, den Ausweichsitz NRW samt Ausstattung und Technik für die Nachwelt zu erhalten und über diesen ehemals geheimen Abschnitt deutscher Geschichte zu informieren. Die Familie Röhling lädt zu spannenden Führungen durch den Bunker und regelmäßig zum Fotografieren ein.

Ehemaliger Ausweichsitz der Landesregierung NRW mit geführten Touren

Der Ausweichsitz NRW kann nur im Rahmen einer zweistündigen Führung besichtigt werden. Termine für Gruppen ab zehn Personen sind auf Anfrage täglich möglich. Reguläre Führungen finden jeden samstags ab 16.00 Uhr statt. Der Eintrittspreis pro Person beträgt 10,00 Euro. Für Gruppen ab 30 Personen wird für einen Aufpreis von 5,00 Euro pro Person auch Kaffee und Kuchen gereicht.

Tiere sind im Bunker nicht erlaubt.

Fotografieren ist während der Führung nicht erlaubt. Stattdessen finden regelmäßig Fototage statt. Dann besteht die Möglichkeit, sich im Bunker frei zu bewegen.

Anschrift Dokumentationsstätte

Dokumentationsstätte ehemaliger Ausweichsitz der Landesregierung NRW
Am Gillesbach 1
53925 Kall-Urft
Tel.: 02441 775171
Mail: [email protected]
Web: www.ausweichsitz-nrw.de