Nationalpark Kellerwald-Edersee verläuft nun um den kompletten Edersee
Nationalpark Kellerwald-Edersee verläuft nun um den kompletten Edersee

Nationalpark Kellerwald-Edersee

Rund 5.700 ha ohne Siedlung, ohne Straße, aber mit 51 Bergen und über 500 Quellen

(hoga-presse) Der 2004 auf einer Fläche von 5.738 ha gegründete Nationalpark Kellerwald-Edersee wurde jüngst um eine Fläche von 1.950 ha um die Steilhänge nördlich und östlich des Sees erweitert und umfasst nun den ganzen Edersee – den größten See Hessens. Neben den Gebieten des UNESCO-Weltnaturerbes am Südufer des Edersees kommen nun wertvolle Kalkbiotope und spezialisierte Arten wie Orchideen, Enziane, Prachtnelke, Weiße Segge oder Felsenfingerkraut sowie zusätzliche zehn Urwaldreliktarten in das Großschutzgebiet hinzu.

Die Steilhänge nördlich und südlich des Sees haben jeweils ihren ganz eigenen Charakter, bedingt durch ein sehr unterschiedliches Mikroklima: Während es am Südufer eher feucht und schattig ist, ist das Mikroklima am Nordufer sehr sonnig und trocken-mediterran. So werden ganz unterschiedliche Wandererlebnisse auf relativ kleinem Raum möglich: Unter riesigen, Jahrhunderte alten Buchen am Südufer oder inmitten von knorrigen, bonsaiähnlichen uralten Eichen am Nordufer.

UNESCO-Weltnaturerbe Nationalpark Kellerwald-Edersee

Seit Sommer 2011 ist der Nationalpark Kellerwald-Edersee Teil des transnationalen UNESCO-Weltnaturerbes „Buchenurwälder der Karpaten und Alte Buchenwälder Deutschlands“. Urige Wälder auf Bergkuppen und in Schluchten, Felsen und Blockhalden, naturnahe Quellen und Bäche sowie ruhige Wiesentäler und Waldwiesen bilden die Schätze des Nationalparks. Natur darf Natur sein. Die Laubwälder werden nicht mehr genutzt. Hier entsteht „Wildnis von morgen“ und kann von Besuchern auf zahlreichen wunderschönen Routen erwandert werden.

Der Nationalpark Kellerwald-Edersee zeigt sich zu jeder Jahreszeit von einer reizvollen Seite, jedoch besonders im Frühling erstrahlt der urige Rotbuchenwald in einem für ihn typischen hellen Grün, das weltweit betrachtet einzigartig ist. Durch die Baumkronen können Wanderer immer wieder Ausblicke auf das glitzernde Blau des Edersees genießen, der sich wie ein Band entlang des Nordrands des Großschutzgebietes zieht.

Mit Rangertouren durch den Nationalpark

Wer den Nationalpark nicht auf eigene Faust erkunden möchte, kann sich einem Ranger anschließen. An allen Wochenenden finden Rangertouren in den Nationalpark statt – zu Fuß, auf dem Fahrrad und dem Planwagen und mitunter auch bei Nacht. Erlebnistage im WildtierPark Edersee oder im BuchenHaus mit seiner WildnisSchule, Führungen durch das NationalparkZentrum Kellerwald runden das Angebot ab.

TreeTopWalk: Der Baumkronenweg am Edersee in Hessen

Dem Himmel zum Greifen nah: Auf Hessens ersten Baumkronenweg die Welt aus der Vogelperspektive betrachten. Der Baumkronenweg am Edersee (TreeTopWalk) im nordhessischen Landkreis Waldeck-Frankenberg ist eines der spannendsten Ausflugsziele für die ganze Familie, die Hessen zu bieten hat. Auf dem Baumkronenweg Edersee erleben Sie die pure Natur und die Schönheit des Waldes. Ein tolles Erlebnis für Jung und Alt, für Kinder und die ganze Familie. Genießen Sie den einzigartigen Ausblick von der Besucherplattform über den Edersee und den Kellerwald. Auch der angrenzende 750 Meter lange Eichhörnchenpfad lässt verschiedene Lebensräume des Waldes entdecken.

Speisen und Übernachten rund um den Edersse

Die rund 40 Nationalpark-Partnerbetriebe sind eine gute Adresse zum Speisen, Übernachten, sich Wohlfühlen und Verwöhnen lassen.

Empfehlung: Der Kellerwaldsteig

Durchstreifen Sie die Buchenwälder, für die der Nationalpark berühmt geworden ist. Zwischendurch geben etliche Aussichtspunkte den Blick frei in schier unendliche Weite oder hinab in liebliche Flusstäler.

Wasser als natürliches Symbol des Kellerwaldstieges

Charakteristisch für den Kellerwaldsteig ist das Element Wasser, das sich immer wieder in Szene setzt: zwei der Bad Wildunger Heilquellen liegen ebenso am Weg, wie Edersee und Eder, der Affolderner See, die Wasserfälle im Naturschutzgebiet Sonder und der „Totenpfuhl“ – ein aus Regenwasser gespeister „Himmelsteich“ bei Hüddingen. Naturliebhaber entdecken mit etwas Glück und Geduld im Naturschutzgebiet Sonder einen der seltenen Feuersalamander – und sollten Sie die Sorgen gar zu sehr drücken: auf dem „Sorgenstuhl“ bei Bad Zwesten lösen sie sich bestimmt ganz schnell in Luft auf…
Etappe 1: Von Frankenau bis Fürstenberg

Markierungen: weißes K auf rotem Grund

Länge: 20,8 km
Wanderzeit: ca. 6 Std.
Steigung: 522 m
Gefälle: 537 m
Höhe über NN: 254 m bis 453 m

Entfernungen und Höhe über NN:
0 km – Frankenau, Kellerwaldhalle – 445 m
2,8 km – Lengelmühle, Jausenstation – 325 m
3,8 km – Bärenmühle – 319 m
7,7 km – Jugendburg Hessenstein – 340 m
10,9 km – Ederbringhausen – 264 m
13,5 km – Oberorke – 281 m
17,4 km – Schloss Reckenberg – 299 m
20,8 km – Fürstenberg – 441 m
Etappe 2: Von Fürstenberg bis Nieder-Werbe

Markierungen: weißes K auf rotem Grund

Länge: ca. 22,7 km
Dauer: ca. 6 Std. 30 Min.
Steigung: 514 m
Gefälle: 709 m
Höhe über NN: 248 m bis 463 m

Entfernungen und Höhe über NN:
0 km – Fürstenberg – 431 m
3,8 km – Herzhausen – 250 m
7,7 km – Hochstein – 395 m
9,4 km – Asel – 298 m
13,1 km – Basdorf – 359 m
17,1 km – Scheid – 275 m
22,7 km – Nieder-Werbe – 244 m
Etappe 3: Von Nieder-Werbe nach Kleinern

Markierungen: weißes K auf rotem Grund

Länge: 18,2 km
Dauer: ca. 5 Std.
Steigung: 501 m
Gefälle: 496 m
Höhe über NN: 209 bis 402 m

Entfernungen und Höhe über NN:
0 km – Nieder-Werbe – 244 m
3,5 km – Augsut-Schwarze-Hütte – 385 m
6,3 km – Waldeck (Marktplatz) – 392 m
9,5 km – Kanzel (Aussichtspunkt) – 389 m
10,7 km – Auf den Klippen (Uhrenkopf) – 334 m
13,6 km – E.ON Wasserkraft – 220 m
18,2 km – Kleinern – 261 m
Etappe 4: Von Kleinern nach Odershausen

Markierungen:

Länge: 19,8 km
Dauer: ca. 5 Std. 30 Min.
Steigung: 428 m
Gefälle: 323 m
Höhe über NN: 248 bis 442 m

Entfernungen und Höhe über NN:
0 km – Kleinern – 261 m
3,9 km – Gellershausen – 295 m
8,5 km – Schutzhütte nahe K 38 (Immelberg) – 412 m
11,3 km – Hüddingen – 365 m
14,2 km – Schutzhütte im Wölftetal – 369 m
17,0 km – Stahlquelle – 371 m
19,8 km – Odershausen – 358 m
Etappe 5: Von Odershausen nach Bad Zwesten

Markierungen: weißes K auf rotem Grund

Länge: 21,4 km
Dauer: ca. 6 Std.
Steigung: 375 m
Gefälle: 459 m
Höhe über NN: 280 m bis 490 m

Entfernungen und Höhe über NN:
0 km – Odershausen – 358 m
2,8 km – Jägersburg – 425 m
6,9 km – Armsfeld – 390 m
10,3 km – Bergfreiheit – 347 m
18,1 km – Schnitzer Eiche – 350 m
21,4 km – Bad Zwesten – 281 m
Etappe 6: Von Bad Zwesten nach Densberg

Markierungen: weißes K auf rotem Grund

Länge: 18,5 km
Dauer: ca. 5 Std. 45 Min.
Steigung: 604 m
Gefälle: 585 m
Höhe über NN: 229 m bis 674 m

Entfernungen und Höhe über NN:
0 km – Bad Zwesten – 281 m
2,9 km – Burgruine Löwenstein – 337 m
10,2 km – Wüstegarten – 675 m
18,5 km – Densberg – 305 m
Etappe 7: Von Densberg nach Battenhausen

Markierungen: weißes K auf rotem Grund

Länge: 18,7 km
Dauer: ca. 5 Std.
Steigung: 531 m
Gefälle: 335 m
Höhe über NN: 275 m bis 534 m

Entfernungen und Höhe über NN:
0 km – Densberg – 305 m
6,1 km – Burgruine Schönstein – 360 m
12,7 km – Jagdhütte (Westseite Jeust) – 407 m
18,7 km – Battenhausen – 495 m
Etappe 8: Von Battenhausen nach Frankenau

Markierungen: weißes K auf rotem Grund

Länge: 20,4 km
Dauer: ca. 5 Std. 30 Min.
Steigung: 412 m
Gefälle: 460 m
Höhe über NN: 328 m bis 563 m

Entfernungen und Höhe über NN:
0 km – Battenhausen – 495 m
5,6 km – Haina (Klosterkirche) – 330 m
12,5 km – Löhlbach, Waldschwimmbad – 487 m
16,7 km – Schutzhütte Wesetal (Abzweig Alternativroute Dülfershof) – 430 m
20,4 km – Frankenau, Kellerwaldhalle – 445 m

Quelle: Regionalmanagement Nordhessen GmbH
Bildquelle: pixabay.com