Restaurant Hohe Bracht: Spontaner Besuch mit guter Entscheidung
Am 20. September 2026 besuchten wir das Restaurant Hohe Bracht spontan zu dritt. Ursprünglich hatten wir eine andere Gastronomie in der Region vorgesehen. Dort waren allerdings keine glutenfreien Gerichte erhältlich, zudem bestand keine erkennbare Bereitschaft, seitens der Küche eine passende Alternative anzubieten. Deshalb entschieden wir uns kurzfristig für das Restaurant auf der Hohen Bracht im Sauerland. Diese Entscheidung erwies sich erneut als ausgesprochen gelungen.
Wir wurden, wie von früheren Besuchen auf der Hohen Bracht gewohnt, freundlich und herzlich empfangen. Unser bevorzugter Tisch mit Blick nach draußen, an dem wir in den vergangenen Jahren bereits oft gesessen hatten, war erfreulicherweise frei. Die Getränkebestellung wurde zeitnah aufgenommen und die Getränke wurden schnell serviert. Die Speisekarte hat sich seit unserem letzten Besuch nur wenig verändert. Sie überzeugt weiterhin durch eine übersichtliche Auswahl bodenständiger, regional geprägter Gerichte.
Regionale Küche im Restaurant Hohe Bracht
Als Vorspeisen wählten wir eine Karottensuppe mit Ingwer und Kokosmilch sowie eine Rinderkraftbrühe mit Kräuterflädle. Beide Suppen waren aromatisch, geschmacklich ausgewogen und überzeugend zubereitet. Bei den Hauptgerichten fiel die Wahl auf eine Auberginenlasagne mit Mozzarella und Grana Padano, serviert auf Rucola mit Baguette. Außerdem bestellten wir ein Rumpsteak mit Kräuterbutter, Pommes und Salat sowie das Grevensteiner Biergulasch mit Champignons, Kroketten und Salat. Damit zeigte die Karte erneut ihre Stärke, denn sie verbindet klassische Küche mit abwechslungsreichen vegetarischen Angeboten.
Nach rund 30 Minuten wurden alle Gerichte gleichzeitig an den Tisch gebracht. Besonders die Auberginenlasagne überraschte durch ihre ansprechende Präsentation und ihren ausgewogenen Geschmack. Das Grevensteiner Biergulasch war ebenfalls sehr gelungen, vor allem wegen des ausgesprochen zarten Fleisches, das sich mühelos mit der Gabel teilen ließ. Der Beilagensalat überzeugte mit einer abwechslungsreichen Auswahl frischer, knackiger Salate. Das Hausdressing auf Himbeer-Essig-Öl-Basis passte sehr gut zu den Speisen.
Auch das Rumpsteak war ansprechend angerichtet und von sehr guter Qualität. Der gewünschte Gargrad, medium, war exakt getroffen. Besonders hervorzuheben ist das hauseigene Tomaten-Chutney, das dem Gericht eine angenehme fruchtige Würze verlieh. Es ergänzte die Kräuterbutter und wertete das Steak deutlich auf. Insgesamt waren alle Gerichte sorgfältig zubereitet und geschmacklich rundum überzeugend.
Aussichtsturm Hohe Bracht und Spaziergang im Sauerland
Nach dem Essen rundete ein doppelter Espresso den gelungenen Besuch ab. Bevor wir den Gastraum verließen, bestiegen wir den Aussichtsturm Hohe Bracht und genossen den weiten Blick über das Sauerland. Gerade diese Verbindung aus Restaurant, Aussichtsturm und Natur macht einen Besuch auf der Hohen Bracht so besonders. Anschließend warfen wir noch einen Blick in den Veranstaltungsraum. Dieser war märchenhaft für eine bevorstehende Hochzeit eingerichtet und vermittelte ein sehr stilvolles, festliches Ambiente.
Vor der Heimfahrt folgte ein kurzer Spaziergang rund um den Turm. Die Hohe Bracht ist damit nicht nur ein Ziel für ein gutes Mittag- oder Abendessen. Sie eignet sich ebenso für Wanderer, Ausflügler und Gäste, die die Landschaft des Sauerlands erleben möchten. Die Wege rund um den Aussichtsturm laden dazu ein, den Restaurantbesuch mit Bewegung und frischer Luft zu verbinden. Besonders bei klarer Sicht ist der Blick vom Turm ein eindrucksvoller Abschluss eines Ausflugs. Die Lage macht das Restaurant Hohe Bracht zu einem der besonderen Ausflugsziele im Kreis Olpe.
Sommerterrasse, Kuchen und Torten auf der Hohen Bracht
In den Sommermonaten steht Gästen des Restaurants Hohe Bracht eine großzügige Sommerterrasse zur Verfügung. Dort können Wanderer, Besucher und Ausflügler die Aussicht und die ruhige Lage genießen. Neben warmen Speisen aus der regional ausgerichteten Küche werden auch hausgemachte Kuchen und Torten angeboten. Damit ist die Hohe Bracht auch für eine entspannte Kaffeepause im Sauerland eine sehr gute Adresse. Gerade an sonnigen Tagen verbindet die Terrasse Gastronomie, Natur und Ausblick in besonderer Weise.
Geschichte des Aussichtsturms Hohe Bracht
Die Hohe Bracht ist weit mehr als ein beliebtes Restaurant mit Aussicht. Der Aussichtsturm wurde nach einem Entwurf von Professor Dr. Wilhelm Kreis errichtet, einem der renommiertesten deutschen Architekten der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Zu seinen bekannten Bauwerken zählen unter anderem das Burschenschaftsdenkmal in Eisenach, das Deutsche Hygiene-Museum in Dresden, die Tonhalle in Düsseldorf und das Wilhelm-Marx-Haus. Sein Entwurf für den Turm auf der Hohen Bracht wurde im März 1929 vorgestellt und fand allgemeine Zustimmung. Am 3. August 1929 erhielt Wilhelm Kreis den Auftrag zur Leitung des Turmbaus.
Die abgerundete Form des Turms sollte sich harmonisch in die von Tannenwäldern geprägte Landschaft des Sauerlands einfügen. Wilhelm Kreis kalkulierte zunächst Baukosten zwischen 110.000 und 115.000 Reichsmark. Voraussetzung war, dass heimisches Porphyrgestein, Zement und Bauholz kostenfrei zur Baustelle geliefert würden. Die tatsächlichen Gesamtkosten beliefen sich später auf rund 210.000 Reichsmark. Darin enthalten waren auch etwa 70.000 Reichsmark für die Inneneinrichtung.
Bau der Zufahrtsstraße zur Hohen Bracht
Vor dem Bau des Aussichtsturms musste zunächst eine befestigte Zufahrtsstraße geschaffen werden. Sie sollte von der neuen Straße zwischen Altenhundem und Bilstein abzweigen. Ende Juni 1929 begann die Firma Buschung aus Münster mit den Arbeiten. Als zwei Monate später etwa die Hälfte der rund zweieinhalb Kilometer langen Strecke fertiggestellt war, wurden verstärkt Arbeitslose aus dem Südsauerland eingesetzt. Diese Arbeitsbeschaffungsmaßnahme sollte die Folgen der wirtschaftlichen Krise in der Region abmildern.
Die Zufahrtsstraße war so rechtzeitig fertiggestellt, dass am 19. Oktober 1929 die eigentlichen Arbeiten am Turm beginnen konnten. Bereits im Oktober 1930 war der Aussichtsturm Hohe Bracht vollendet. Die Kosten für Straßenbau und Versorgungsleitungen beliefen sich auf 48.391,63 Reichsmark. Einige der damals entlang der Strecke gepflanzten Bergahorne und Ebereschen prägen die Zufahrt bis heute. So beginnt der Besuch der Hohen Bracht bereits auf dem Weg zum Turm mit einem kleinen Stück Geschichte.
Gaststätte und Jugendherberge auf der Hohen Bracht
Am 12. Oktober 1930 wurde im Turm die Gaststätte eröffnet. Das Komitee sah ursprünglich vor, dort ausschließlich alkoholfreie Getränke auszuschenken. Die Pächter und Turmwarte übernahmen neben der Bewirtung weitere Aufgaben. Sie übermittelten täglich Wetterdaten an die Wetterdienststelle in Essen und beheizten sämtliche Räume, um Feuchtigkeitsschäden zu verhindern. Zu den ersten Gästen gehörten überwiegend Mitglieder des Skiklubs Hohe Bracht.
Auch eine Jugendherberge war früh Teil des Konzepts. Nach Verhandlungen mit Wilhelm Münker, einem der Begründer des Deutschen Jugendherbergswerks, wurde die Hohe Bracht als Außenstelle der Jugendburg Bilstein zugelassen. Am 2. Mai 1932 schlossen das Komitee und der Reichsverband für Deutsche Jugendherbergen einen Pachtvertrag. Zur Verfügung standen drei Räume mit insgesamt 46 Betten, eine Küche und Toilettenanlagen. Bis heute verbindet die Hohe Bracht auf besondere Weise Gastronomie, Geschichte, Wandern und Aussicht im Sauerland.
Restaurant Hohe Bracht auf einen Blick
Das Restaurant Hohe Bracht verbindet regionale Küche, hausgemachte Kuchen und Torten, eine großzügige Sommerterrasse sowie den Aussichtsturm auf 588 Metern Höhe. Ein ideales Ziel für Wanderer, Radfahrer, Ausflügler und Genießer im Sauerland.
Adresse & Kontakt
Restaurant Hohe Bracht
Hohe Bracht 1
57368 Lennestadt
Telefon: 02723 7199595
E-Mail: info@hohebracht.com
Parkmöglichkeiten
Direkt am Restaurant und Aussichtsturm steht ein großer Wanderparkplatz zur Verfügung. Er ist ein guter Ausgangspunkt für Spaziergänge und Wanderungen rund um die Hohe Bracht.
Für Radfahrer
Die Hohe Bracht ist ein beliebter Zwischenstopp für Radfahrer und Motorradfahrer. Für E-Bikes steht eine kostenlose Lademöglichkeit zur Verfügung.
Öffnungszeiten
Donnerstag und Freitag: 12:00 bis 22:00 Uhr
Küche: 12:00 bis 20:30 Uhr
Samstag: 12:00 bis 22:00 Uhr
Küche: 12:00 bis 20:30 Uhr
Sonntag: 12:00 bis 18:00 Uhr
Küche: 12:00 bis 17:30 Uhr
Hinweis: Bei geschlossenen Gesellschaften, Betriebsferien oder besonderen Veranstaltungen können abweichende Öffnungszeiten gelten. Bitte vor dem Besuch die aktuellen Angaben auf der Website prüfen.
Genießen auf 588 Metern Höhe
Im Restaurant werden regionale Köstlichkeiten, Salate, Suppen, Flammkuchen und klassische Gerichte serviert. Auf der großen Sommerterrasse können Wanderer und Besucher bei gutem Wetter warme Speisen, Kaffeespezialitäten, hausgemachte Kuchen, Torten und Eis mit Blick über das Sauerland genießen.
Wandern, Aussicht und Freizeit
Der Aussichtsturm, Wanderwege, der barrierefreie Naturerlebnispfad sowie Rad- und Wintersportmöglichkeiten machen die Hohe Bracht zu einem ganzjährigen Ausflugsziel. Der Turm ist über 144 Stufen erreichbar und kann während der Restaurantöffnungszeiten besichtigt werden.
Feiern, Hochzeit und Tagung
Für private Feiern, Hochzeiten, Tagungen und Firmenveranstaltungen stehen verschiedene Räumlichkeiten zur Verfügung. Der Hohe-Bracht-Saal bietet Panoramablick und direkten Zugang zur 360-Grad-Dachterrasse. Auch ein Trauzimmer für standesamtliche Eheschließungen ist vorhanden.
Besondere Events
In der kalten Jahreszeit bietet die Hohe Bracht Fondue-Abende in beheizten Ski-Gondeln für jeweils bis zu vier Personen an. Darüber hinaus finden regelmäßig besondere Genuss- und Veranstaltungsformate statt, etwa Weinproben oder saisonale Aktionen.
Stand der Angaben: September 2026. Aktuelle Informationen, Reservierungen und kurzfristige Änderungen finden Sie auf der offiziellen Website der Hohen Bracht.
Quelle und Bilder: Redaktion, 20.09.2026
