Waldgasthaus Rinderstall zwischen Braunlage und St. Andreasberg

Eine Wanderung, die sich lohnt – einzigartiges Ausflugslokal in den Harzer Bergen

Im oberen Odertal, umgeben von den Bergen, Wäldern und klaren Bachläufen des Oberharzes, liegt die Waldgaststätte Rinderstall. Sein Standort ist ein besonders reizvoller Bereich des oberen Odertales, umgeben von Bergen, Wäldern und klaren Bachläufen, inmitten des Nationalparks Harz. Die Waldgaststätte liegt abseits jeden Verkehrslärms zwischen der Bergstadt St. Andreasberg und Braunlage. Die Wanderwege zur Waldgaststätte Rinderstall sind dank des Nationalparks und dem Harzklub von allen Seiten her bestens beschildert und bieten Naturerlebnis pur. Das Waldgasthaus ist zu jeder Jahreszeit über viele schöne Wanderwege, vor allem aber auch im Winter über geräumte Wege, erreichbar. Eine Anreise mit dem PKW ist allerdings nicht möglich, da sich die Gaststätte direkt im Nationalpark Harz, einer autofreien Zone, befindet. Die kleinen Gäste können auf dem eigenen Spielplatz mit großem Sandkasten, Schaukeln und Wippe spielen.

Ob im Frühjahr, Sommer, Herbst oder Winter ist er für Wanderer, Radfahrer und Skilangläufer eine gern genutzte Einkehrmöglichkeit.

Zur Geschichte des Rinderstalls

Die Geschichte des Rinderstalls ist eng mit der Sankt Andreasbergs verbunden. Seit 1870 waren das Odertal und die Wälder um den Rinderstall Sommerweide der Andreasberger braunen Harzrinderherde. Während das Milchvieh der Bergstadt morgens auf die Waldweiden und abends wieder in die heimatlichen Ställe getrieben wurde, blieben Hirte und Rinder während der gesamten Sommermonate hier unten im Tal. Das Gebäude “Rinderstall” diente als Wohnung für den Hirten und als Stall für die Rinder. Die Hirtenfamilie hielt sich zudem in einer separaten Abteilung des Stalles einige Kühe für den Eigenbedarf und für ein frisches Milchgetränk für vorüberziehende Wandersleute.

Die waren hier nämlich schon immer willkommen, und bald galt es an manchen Tagen mehr Wanderer als Rinder zu versorgen. Daher ist es nicht verwunderlich, dass der Rinderstall bereits in 1950er Jahren zur Wandergaststätte avancierte. Im Laufe seines Daseins veränderte der Rinderstall ganz unfreiwillig sein Gesicht, denn gleich zweimal brannte er völlig nieder, einmal im Jahre 1903 und zuletzt 1985. Seit 1986 präsentiert es sich im heutigen Glanz. Am 01. Januar 1994 wurde der Nationalpark Harz gegründet. Seitdem ist der Rinderstall Schmuckstück des Naturschutzgebietes, in einer überaus reizvollen, noch heilen Natur und ist so nur den lauffreudigen Personen vorbehalten.

Deftige Wanderkost, Harzer und saisonale Küche

Die Waldgaststätte Rinderstall bietet ihren Gästen alles, was der Einkehrende erwartet – und noch mehr: ein warmes und trockenes Plätzchen am Kamin, der zum Verweilen einlädt, ein Angebot an gutbürgerlicher und saisonaler Küche, aber vor allem Behaglichkeit in gepflegter Atmosphäre. Speisen, wie etwa hausgemachter Kartoffelsalat, werden vom Chef frisch zubereitet und reichen von der einfachen, schmackhaften Wanderkost bis hausgebackenem Kuchen. Bier vom Fass und freundliche Bedienung sind selbstverständlich. Für jeden Anspruch ist etwas dabei. Im Restaurant stehen 95 Plätze und auf der Außenterrasse, inmitten der Nationalpark-Natur, noch einmal 120 Plätze zur Verfügung. Vierbeiner sind mit ihren Frauchen und Herrchen herzlich willkommen. So stehen sogar Hunde-Leckerchen auf der Speisekarte.

Service wird groß geschrieben

Ist es draußen zu glatt? Alles kein Problem! Wenn es auf dem Weg von Oderhaus zur Waldgaststätte zu glatt sein sollte, haben Wanderer die Möglichkeit, kostenlos am Parkplatz Spikes zu leihen. Die Spikes sind dort deponiert und können mit einem Zahlencode entnommen werden. Den Code kann vorher telefonisch im Restaurant abgefragt werden. Für Mountainbiker sind einige Stellplätze vorhanden. Zudem steht für Radler ein kleiner Notfallkasten mit Pumpe, Flickzeug, Werkzeug und Ersatzschlauch kostenfrei zur Verfügung. Ebenso können E-Bikes an der Waldgaststätte aufgeladen werden.

Harzer-Wanderwege zur Waldgaststätte Rinderstall

Weg 1: Ab Oderteich, 6,7 km, GPS: N51° 45.481/Ö 010° 32.131

Sie starten vom Parkplatz an der B 242. Dieser Ausgangspunkt ist auch mit dem Bus erreichbar. Es geht über die Dammkrone der ältesten Talsperre Deutschlands zur Wehranlage des Oderteichs. Hinter der Wehranlage überquert man die Bundesstraße und befindet sich auf der befestigten Odertalstraße, der man nach ca. 250 m rechts talwärts folgt. Die Straße führt in einem leichten Gefälle direkt zum Rinderstall. Für gewöhnlich ist dieser Weg nicht geräumt und daher ideal für Langläufer, die gerne auch ungespurte Wege laufen.

Weg 2: Ab Dreibrode-Parkplatz, 3,4 km, GPS: N51° 43.712`/Ö 010° 31.360

Vom Parkplatz an der L519 (St. Andreasberg – Sonnenberg) geht es über eine befestigte Straße in Richtung Rehberger Grabenhaus. An der ersten Kreuzung folgt man dann der Ausschilderung “Rinderstall” abwärts. Über die Lochchaussee geht es in leichtem Gefälle durch eine einzigartige Harzer Waldlandschaft bis zur Odertalstraße, der man nach rechts bis zum Rinderstall folgt. Geräumter Winterwanderweg.

Hinweis: Aus Richtung St. Andreasberg gibt es auch weitere Parkplätze. Der Dreibrode Parkplatz liegt hinter der Kuppe! Auf der Kuppe parkend werden sie von der Beschilderung “Rinderstall” über den Weg 6 gelotst. Sollten sie dies umgehen wollen, bitte nach den Jungendherbergen erst der Beschilderung Rehberger Graben folgen.

Weg 3: Ab Königskrug, 5,3 km, GPS: N51° 44.776/Ö 010° 34.482

Vom Parkplatz Königskrug aus wird die B 4 überquert. Auch dieser Ausgangspunkt kann mit einem Linienbus angefahren werden. Man folgt der Hahnenkleer Waldstraße, vorbei an den Hahnklee-Klippen. Der Weg zu den Klippen ist eine Sackgasse und muss separat eingeschlagen werden. Diesen kleinen Abstecher sollten Sie aber unbedingt machen, denn die Klippen bieten Ihnen einen einzigartigen Ausblick in das Odertal. Im weiteren Verlauf der Waldstraße weist die Beschilderung den Weg zum Rinderstall. Im Winter folgen sie vorläufig der Beschilderung “Lausebuche” und gehen dann über den Morgensternweg herunter. Die Entfernung erweitert sich um ca. 2 km, ist dafür aber geräumt. Winterwanderwege.

Weg 4: Ab Oderhaus, 2,5 km, GPS: N51° 41.742/Ö 010° 33.940

Mit Auto oder Bus erreichen Sie den Parkplatz in Oderhaus, einem Ortsteil von St. Andreasberg. Ab hier folgen Sie der Odertalstraße. Die befestigte Straße verläuft parallel der Oder durch eine reizvolle Wald- und Wiesenlandschaft mit Wildbeobachtungsstation. Dieser Weg ist vor allem für ältere Menschen oder Familien mit Kinderwagen geeignet, da es keine Steigung gibt. Geräumter Winterwanderweg.

Weg 5: Ab Braunlage/Zentrum, 4,5 km, GPS: N51° 43.430/Ö 010°35.770

Das Stadtgebiet wird über die von-Langen-Straße in westlicher Richtung, vorbei an der Jugendherberge über den Andreasberger Fußstieg in Richtung Silberteich verlassen. Die Wegweisung führt weiter zum Rinderstall. Dieser Weg ist Teil der Umgehung des Harzer Hexenstiegs.

Weg 6: Ab St. Andreasberg, 3,7 km, GPS: N51° 42.911/Ö 010° 31.468

Dieser reine Fußweg beginnt an der Braunlager Straße, führt vorbei am Feriendorf von St. Andreasberg. Beim Café “Roter Bär” überqueren sie die Straße. Es geht bis zum Hochwasserbehälter und weiter über eine Teilstrecke des Rundkurs Oderberg. Wenn das abwärts Laufen vorbei zu sein scheint Achtung, denn linkerhand beginnt der weitere Abstieg durch das wunderschöne Wendeltreppental zum Rinderstall. Ein anspruchsvoller Weg, der gutes Schuhwerk voraussetzt. Dieser Weg ist Teil der Umgehung des Harzer Hexenstiegs.

Weg 7: Ab Braunlage über Morgensternweg, ca. 4,5 km, GPS: N51° 43.430/Ö 010°35.770

Den Einstieg finden sie bei der Jugendherberge. Dann folgen sie erst mal der Beschilderung zum Ponyhof bzw. Mutter-Kind-Heim Waldmühle. Sie lassen den Ponyhof linker Hand liegen und steigen wieder auf den Waldweg Morgensternweg ein und folgen der Beschilderung Richtung Rinderstall. Ab Waldmühle geräumter Winterwanderweg

Weg 8: Ab St. Andreasberg über den Schachtelkopfweg (alter Postweg), 3 km

Der Weg beginnt linkerhand an der Landesstraße 519 unterhalb der ehemaligen Rehberg-Klinik. Am Wegesende biegt man links ab Richtung Rinderstall. Von St. Andreasberg erreichen sie den Schachtelkopf über mehrere Wiesen- und Waldwege z. B. vor oder hinter dem Hochwasserbehälter die Wiesenwege nutzen. Sie treffen in allen Fällen auf den Rundkurs Oderberg, wo der Rinderstall nach links ausgeschildert wird. Die Schilder weisen sie Richtung Wendeltreppe (Weg 6), sie laufen jedoch rechts weiter bis zur Landesstraße. Bleiben sie, wenn sie auf die Straße treffen auf der gleichen Seite, gehen wenige Schritte abwärts auf dem Randstreifen und sie treffen auf den Schachtelkopfweg linkerhand.

Öffnungszeiten Waldgaststätte Rinderstall

Winterzeit (Nov. bis Apr.) von 10:30 bis 17:00 Uhr
Sommerzeit von 10:30 bis 17:30 Uhr; durchgehend Küche bis 3/4 Std. vor Feierabend
Ruhetag: dienstags und mittwochs
An Feiertagen und zwischen Weihnachten und Neujahr geöffnet
Über Betriebsferien bitte vorab auf der Webseite informieren

Anschrift Waldgaststätte Rinderstall

Rinderstall 1
37444 St. Andreasberg
Tel.: +49 (0) 5582 / 740
Fax: +49 (0) 5582 / 80 99 19
Mail: waldgaststaette-rinderstall@t-online.de

Bildquelle: Redaktion