Auch für das Restaurant Pietsch in Wernigerode ein Erfolg
Julia Orschiedt, Souschefin im Restaurant Pietsch in Wernigerode, wurde am 17. November 2025 in der Grand Hall Zollverein in Essen zur Patissière des Jahres 2025 ernannt. In diesem Jahr wurde der hoch angesehene Live-Wettbewerb „Patissier des Jahres“ im Rahmen des großen Jubiläums-Doppelfinals zur 10. Auflage von „Koch des Jahres“ veranstaltet. Erstmals in der Geschichte trafen die Finalisten von Patissier des Jahres und Koch des Jahres in derselben Arena gleichzeitig aufeinander, was für die Zuschauer ein einzigartiges Spektakel war. Mehr als 1.200 Fachbesucher und Pressevertreter waren dabei, als die Finalisten in spannenden Live-Präsentationen ihr Können zeigten. Mit einem beeindruckenden Dessert-Trio, das Technik, Kreativität und Geschmack vereinte, sicherte sich Julia Orschiedt den Sieg, während Larissa Wehrli und Thomas Le Sueur die Plätze zwei und drei belegten.
Ein historisches Jubiläum: 10 Jahre „Koch des Jahres“
Die 10. Auflage des Wettbewerbs war aus mehreren Gründen außergewöhnlich. Die Finalisten der zwei angesehenen Wettbewerbe traten erstmals gleichzeitig gegeneinander an, was die Veranstaltung zu einem historischen Ereignis machte. Für die sieben Finalisten war der Live-Wettbewerb eine besondere Herausforderung: Innerhalb von fünf Stunden mussten sie drei verschiedene Desserts kreieren, gefolgt von einer 20-minütigen Servicezeit, in der die Desserts professionell angerichtet und der Jury vorgestellt wurden. Die Teilnehmer mussten sich dieser Kombination aus Kreativität, Präzision und Schnelligkeit stellen, die höchste Konzentration und technisches Können erforderte.

Die Finalisten: Elite der Patisserie aus D-A-CH
In einem digitalen Vorentscheid haben die Finalisten sich gegen mehr als 200 Teilnehmer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz durchgesetzt. Neben Julia Orschiedt waren folgende Patissiers am Start: Larissa Wehrli, Chef-Patissière des LEV. Atelier by larissawehrli in der Schweiz, kam auf den zweiten Platz, während Thomas Le Sueur, Chef-Patissier des Restaurants Facil** in Berlin, den dritten Platz belegte. Auch Alessandro Befumo, Junior Souschef Patisserie im Restaurant Lakeside*, Hamburg, und Tim Langmack, Chef-Pâtissier des Restaurants Jellyfish, Hamburg, gehörten zu den Finalisten. Die Jury war von der Kreativität, der Technik und der präzisen Arbeit aller Teilnehmer unter Live-Bedingungen beeindruckt.


Julias Sieg-Desserts: Ein Meisterwerk der Kreativität und Technik
Julias Erfolg ist das Ergebnis von drei außergewöhnlichen Kreationen, die sie zusammen mit ihrem Assistenten Luis Hendricks, dem Küchenchef im Restaurant Pietsch**, entwickelt hat. Im Freestyle-Dessert vereinte sie Topinambur, Banane, Pak Choi, Pandan und Passionsfrucht, was Julias Wagemut beweist, ungewöhnliche Zutaten zu einer schmackhaften Kombination zu verbinden. In fünf Variationen des Desserts, das Haselnuss, Kokos, Kirsche, Miso, Sake und Shiso beinhaltete, vereinten sich verschiedene Texturen, was ihre technische Finesse unter Beweis stellte. Eine edle Praline aus schwarzem Knoblauch, Sesam und Himbeere, die überraschende Geschmackskombination bot, komplettierte das Trio. Die Jury bewertete die Kreationen nach den Kriterien Kreativität, Technik, Textur, Präsentation und Geschmack, und Julias Arbeiten überzeugten in allen Aspekten.
Die Jury der Extraklasse: Meister, Sterne-Köche und Patissier-Profis
Eine Jury aus hochrangigen Patisserie- und Gastronomiemitgliedern übernahm die Bewertung. Unter ihnen waren Sebastian Kraus, der 2019 den Titel „Patissier des Jahres“ erhielt, Sophie Mussotter, die 2023 diesen Titel bekam, der Konditor-Weltmeister Bernd Seifert sowie Stefan Leitner vom Restaurant Bareiss* in Baiersbronn. Das Gremium wurde ergänzt durch Larissa Metz vom Restaurant Vendôme, Gabi Taubenheim vom Chang Restaurant, Heike Thalhofer vom Storchen in Zürich und Felix Vogel von der Konditorei Vogel. Die technischen Juroren waren Christopher Knippschild von The Dining Room* und Christian Sturm-Willms von Yunico*. Sophie Mussotter sprach ein großes Lob für Julias Dessertkreationen aus und betonte, dass Geschmack, Textur und Technik so hervorragend seien, dass es niemand der Jury besser hätte umsetzen können.



Platz zwei und drei: Larissa Wehrli und Thomas Le Sueur
Die Plätze zwei und drei zeigten ebenfalls eine enorme Kreativität. Ein Freestyle-Dessert mit japanischen Aromen wie Matcha, Sobacha, Shioyuzu, Mikan, Sudachi und Umeboshi wurde von Larissa Wehrli kreiert. Ihr Dessert in fünf Konsistenzen beinhaltete Zutaten aus Peru, wie Maíz Morado, Quinoa, Guave, Lulo, Guanábana und Physalis peruviana, und ihre Praline vereinte Künefe, Wabenhonig, Pistazien, Pul Biber und Granatapfel. Thomas Le Sueur präsentierte ein Freestyle-Dessert, das einen Waldspaziergang evocierte und Artischocke, Madagaskar-Schokolade, Cranberry sowie Estragon vereinte. „Zurück zum Bienenstock“ lautete sein Dessert in fünf Konsistenzen, das Kaki, Honig, Zitrone und Ziegenkäse vereinte. Die Praline „Im Dienste der Königin“ rundete das Ensemble aus Gelee Royal, Basilikum, Limette und Blütenpollen ab. Die Finalisten zeigten mit diesen Werken ihre Vielfalt und ihren Erfindungsreichtum.



Sonderpreise für kreative Lösungen und Umweltbewusstsein
Neben dem Titel „Pâtissier des Jahres“ erhielten herausragende Leistungen Sonderpreise. Die Patissière mit der nachhaltigsten Arbeitsweise wurde im Rahmen des Nachhaltigkeitspreises by Walter Rau geehrt; sie erhielt zudem ein exklusives Abendessen im veganen Sterne-Restaurant Seven Swans in Frankfurt. Der Sonderpreis by FRXSH ehrte kreative Dessertideen, während der Sonderpreis by Hendi Julia mit einem leistungsstarken Planetenrührer Blackbolt PRO auszeichnete. Mit diesen Auszeichnungen wird hervorgehoben, dass der Wettbewerb Kreativität, Technik und Verantwortung gleichermaßen belohnt.

Julia Orschiedt: Hingabe, Begabung und Feingefühl
Der Erfolg von Julia ist das Resultat jahrelanger Hingabe, Leidenschaft und technischer Finesse. Als gelernte Köchin hat sie die Patisserie als Quereinsteigerin entdeckt und sich in kürzester Zeit zur führenden Patissière im deutschsprachigen Raum entwickelt. Sie arbeitet ruhig und konzentriert und hat ein feines Gespür für Aromen und Texturen. Im Restaurant Pietsch** ist sie täglich die kreative Kraft hinter dem Hausstil. Während des Wettbewerbs erhielt sie Unterstützung von Küchenchef Luis Hendricks, der die Professionalität und Präzision, welche das Pietsch-Team auszeichnen, auch bestätigte.


Pâtissier des Jahres: Ein wichtiges Zeichen für die Branche
Der Live-Wettbewerb „Patissier des Jahres“ ist eine Plattform für süße Talente aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Er wird von der Roika Solutions GmbH aus Freiburg organisiert, die seit 2010 die wichtigsten Live-Events für die Gastronomie und den Foodservice veranstaltet. In einem schriftlichen Vorentscheid werden die sechs besten Patissiers ausgewählt, die dann live gegeneinander antreten, um den prestigeträchtigen Titel zu gewinnen. Viele der ehemaligen Gewinnerinnen und Gewinner haben inzwischen hochrangige Positionen in der Gastronomie und prägen so die kulinarische Szene auf nationaler und internationaler Ebene.

Das Restaurant Pietsch: Ein Ort für kulinarische Neuerungen
In Wernigerode ist das Restaurant Pietsch** ein Symbol für einen offenen kulinarischen Stil, der europäische Klassiker mit asiatischen Geschmäckern vereint. Die Innovationskraft des Hauses wird durch Julias Sieg demonstriert, und es hebt die Wichtigkeit eines starken Küchenteams hervor. Julias Werke sind ein Spiegelbild der Restaurantphilosophie: Sie vereinen ungewöhnliche Zutaten, perfekte Technik, eine kreative Präsentation und ein ausgewogenes Verhältnis von Geschmack und Textur. Die Jury, die Medien und die Besucher selbst belegen durch ihre Reaktionen, dass Julias außergewöhnliches Talent unbestreitbar ist.
Quelle und Bild: Redaktion, 17.11.2925 (aktualisiert am 06.01.2026)