(hoga-presse) Sachsen hat bei Tourismus noch Luft nach oben, so Marie-Luise Apostel, Sprecherin für Verbraucherschutz  der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag. Sachsen hat aus Sicht der SPD-Fraktion  in puncto Tourismus noch erhebliche Reserven. „Bei allen Vorhaben bilden auch zukünftig Gastfreundlichkeit und Weltoffenheit das zentrale Fundament für den Tourismusstandort Sachsen. Deshalb finde ich es besonders bedenklich, dass es im Bundesdurchschnitt über 20 Prozent ausländische Gäste sind – dagegen in Sachsen die Zahl von 2009 zu 2013 nur von 10 auf 11 Prozent gestiegen ist“, so Marie-Luise Apostel in der Landtagsdebatte zur Tourismusstrategie 2020.

Dringend etwas geändert werden müsse bei der Infrastruktur. „Hier gibt es großen Nachholbedarf,  und die aktuelle Staatsregierung hat in den letzten fünf Jahren die Situation alles andere als verbessert. Gerade bei der Erreichbarkeit touristischer Ziele im ländlichen Raum per ÖPNV ist sehr schlecht, vor allem am Wochenende – dies ist das Ergebnis einer Studie des SMUL.“

„Wir setzen uns dafür ein, dass es eine bessere Anbindung durch Bus und Bahn gibt – der Rückzug aus den ländlichen Regionen schadet dem Tourismus. Wir setzen auf attraktive Angebote mit einem sachsenweit einheitlichen Tarifsystem, der kostenlosen Fahrradmitnahme sowie der stündlichen Erreichbarkeit aller sächsischer Großstädte mit der Bahn und dem konsequenten Ausbau des sächsischen Radwegenetzes.“

Apostel ging auch auf das Problem Fachkräftemangel ein.  Es stimme schon nachdenklich, wenn Verbandsvertreter der Hotels und Gaststätten überhaupt keine Verbindung zwischen der immer schwierigeren Suche nach Fachkräften, schlechten Löhnen und schwierigen Arbeitsbedingungen sehen.

„Nach den Aussagen der DEHOGA in dieser Woche werde es zu einem Kneipensterben kommen – wegen des Mindestlohnes. Allein zwischen 2000 und 2010 ging die Zahl der Gaststätten gerade in den ländlichen Regionen stark zurück – Ursache war aber bestimmt nicht der Mindestlohn,  sondern zu wenig zahlungskräftiges Klientel und  zunehmende  Konkurrenz bei der Ausgestaltung von Festen und Feiern in Bürgerhäuser, Vereinsheime und bei der Feuerwehr.“  Die DEHOGA-Vertreter sollten sich am gerade abgeschlossenen Tarifvertrag orientieren, den NGG und die sächsische Ernährungswirtschaft abgeschlossenen haben. Der sehe ein Mindestentgelt von 8,50 Euro vor.

Petra Strutz
Pressesprecherin
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