(hoga-presse) Chile erhöht Cranberry- und Blaubeer-Anbau kontinuierlich. Die fruchtigen Vitaminbomben finden perfekte Klimabedingungen. Über 200 Jahre lag der Cranberry-Anbau in den Händen der Nordamerikaner. Heute ist der größte Produzent weltweit in Patagonien im Süden Chiles zuhause. Seit etwa 20 Jahren werden in Chile die intensivroten Beeren an- und die Pflanzungen kontinuierlich ausgebaut. Die Ernte wächst seit einigen Jahren um rund 20 Prozent jährlich. Aus der säuerlichen Beere werden pro Jahr circa 1.660 Tonnen zu Saftkonzentrat, Fruchtmus, Essenz oder Trockenfrüchten verarbeitet. Die „Kranichbeere“ gilt als Bakterienkiller und wird wegen ihres hohen Vitamin-C-Gehalts vor allem in der Naturmedizin sehr geschätzt. Bei Blaubeeren ist Chile bereits der zweitgrößte Exporteur weltweit. Ernteerträge, Anbauflächen und Ausfuhren wachsen beständig.

Die Cranberry sieht aus wie die große Schwester der Preiselbeere und gehört zur Gattung der Heidelbeere. Roh ist sie nicht unbedingt genießbar, da sie sauer und bitter schmeckt. Doch gekocht oder getrocknet entfaltet die Cranberry einen feinen, fruchtigen Geschmack und wird gerne ins Müsli gemischt, als Backzutat verwendet oder als Saft getrunken. Immer öfter ersetzt die Cranberry die Rosine im traditionellen Weihnachtsstollen. Bei den Saftkonzentraten werden weder Zucker noch Farbstoffe oder Säuren zugefügt. Neben Cranberries wachsen in Chile vor allem auch die Produktion und der Export an Blaubeeren stark an.

Ideale Anbaubedingungen für Cranberries im Süden Chiles
In der südchilenischen Seenregion bei Lanco, rund 800 Kilometer von der Hauptstadt Santiago entfernt, gibt es die besten Anbaubedingungen. Die knallroten Beeren wachsen auf vulkanischem Boden, mögen das regnerische Klima, die niedrigen Temperaturen sowie die fast unberührte Natur ohne Pestizide und Verschmutzung. Das Resultat sind sehr gute Ernten: Werden in den USA je Hektar etwa 20 bis 22 Tonnen geerntet, so können in Chile 28 bis 30 Tonnen je Hektar erzielt werden. Das Ziel des größten Exporteurs Chiles, Cranchile, ist, innerhalb der nächsten zehn Jahre die Ausfuhr um 80 Prozent auf 30.000 Tonnen jährlich zu erhöhen.

Ernte durch Überflutung
Die Früchte werden durch die gezielte Überflutung der Felder geerntet. Die roten Beeren lösen sich dank spezieller Maschinen, deren rotierender Kopf das Wasser so bewegt, dass die Früchte selbstständig von den Büschen fallen. Wie Styroporkügelchen schwimmen die Cranberries auf dem Wasser. Mit Pumpen werden sie aufgesaugt und auf Transportbänder gelegt. Eine effiziente und kostengünstige Erntemethode. Da die Schale fest und hart ist, nimmt die Beere dabei keinen Schaden.

Gesunder Siegeszug nach Europa
Nur fünf Prozent der Produktion bleiben im heimischen Markt, der Großteil wird nach Deutschland, Holland und England verschifft. Seit Kurzem werden auch die Märkte in China und Korea beliefert. Das Interesse an der Beere wächst vor allem aufgrund des zunehmenden Gesundheitsbewusstseins der Konsumenten. Dank des hohen Gehalts an Antioxidantien wächst die Zahl der Liebhaber, die die getrockneten und gesüßten Früchte beispielsweise als Snack verzehren, kontinuierlich an. Außerdem soll die Cranberry Harnwegserkrankungen vorbeugen und Infektionen verhindern. Der deutsche Name lautet übrigens auch Kranich-Beere. Die Bezeichnung bekam sie, weil die Blüte erste deutschstämmige Siedler in den USA an den Kopf und Schnabel eines Kranichs erinnerte. Heute ist weltweit der amerikanische Name Cranberry geläufig.

Südamerikameister der Blaubeeren-Anbauer
Bereits seit 1988 werden in Chile Blaubeeren kultiviert. Die Anbau- und Exportzahlen kann das Land am Pazifik kontinuierlich ausbauen. 86.000 Tonnen Frischfrüchte werden heute jährlich in über 29 Länder exportiert. Damit liegt Chile nach den USA auf dem zweiten Platz weltweit.

Die bebaute Fläche von 13.162 Hektar reicht von dem Gebiet der Atacamawüste bis in die regenreiche Seenregion im Süden. Ziel ist es, bis zum Jahr 2016 insgesamt 13.600 Hektar zu bebauen und rund 100.000 Tonnen auszuführen. Jenseits der Anden wird zwischen Oktober und Mai geerntet. So sind die Pflücker verglichen mit der nördlichen Hemisphäre rund ein halbes Jahr früher auf den Feldern, was die Exportchancen in die nordamerikanischen und europäischen Länder verbessert. Vor allem der Absatz von tiefgefrorenen Blaubeeren ist innerhalb der vergangenen fünf Jahre um 427 Prozent gestiegen. Im Jahr 2012 wurden außerdem 23.500 Tonnen an Blaubeersaft verschifft und 83,3 Tonnen an getrockneten Blaubeeren.

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