Huml und Hessel: Bayern-Tourismus setzt auf Nachhaltigkeit

Fachkongress „Nachhaltiger Tourismus“ in München eröffnet

(hoga-presse) Ein naturnaher und nachhaltiger Tourismus ist Markenzeichen des Urlaubslands Bayern. Dies betonten die Bayerische Umweltstaatssekretärin Melanie Huml und die Bayerische Wirtschaftsstaatssekretärin Katja Hessel beim Fachkongress „Nachhaltiger Tourismus“ in München anlässlich der Vorstellung des Alpenzustandsberichts der Alpenkonvention zum nachhaltigen Tourismus in den Alpen. Huml unterstrich: „Ab in den Urlaub heißt für immer mehr Menschen ab in die Natur – etwa in die Alpen. Wichtig ist das Erholungsbedürfnis der Menschen, der Wunsch nach besonderen Naturerlebnissen und die berechtigten Belange des Naturschutzes in Einklang zu bringen. Diesen Ausgleich schafft der nachhaltige Öko-Tourismus. Hier ist Bayern mit seinen Öko-Tourismus-Offensiven Trendsetter.“ Hessel bekräftigte:

„Nachhaltigkeit wird im Bayern-Tourismus in verschiedensten Facetten gelebt. Dazu gehört zum Beispiel eine ganzjährige, diversifizierte Angebotspalette, Ressourceneinsparungen in der Hotellerie, der Einsatz regionaler Produkte in der Gastronomie oder die Ausrichtung einer Tourismusmarke am Prinzip der Nachhaltigkeit wie im Allgäu. Ökologisch bewusst, kulturell verantwortlich und ökonomisch erfolgreich – dieser Dreiklang ist für die Tourismuspolitik wichtige Maxime.“ Der Münchner Fachkongress wurde von der Hochschule München und dem Deutschen Tourismusverband mit Unterstützung des Bayerischen Umwelt- und Wirtschaftsministeriums sowie des Bundesumwelt- und -wirtschaftsministeriums gemeinsam veranstaltet. „Bayerns Naturschätze sind immer eine Reise wert. Unsere sensible Ökosysteme bedürfen aber auch eines besonderen Schutzes“, so Huml.

Die Bayerische Staatsregierung unterstützt deshalb mit einer Vielzahl von Maßnahmen den nachhaltigen und naturverträglichen Tourismus im Freistaat. Seit 1997 setzt etwa das Bayerische Umweltsiegel für das Gastgewerbe Maßstäbe im betrieblichen Umweltschutz. Ausgezeichnet wurden bisher insgesamt rund 400 Betriebe – vom kleinen Familienbetrieb bis zum gastronomischen Großunternehmen. „Neue Studien zeigen: Zwei Drittel der Alpen-Urlauber in Bayern schätzen das besondere Naturerlebnis im Freistaat: schöne Landschaften, reine Luft, sauberes Wasser. Ein Drittel aller Urlauber will möglichst ökologisch verträgliche, ressourcenschonende und umweltfreundliche Ferien. Das ist gelebte Nachhaltigkeit“, so Huml.

Um die Möglichkeiten und Chancen des sanften, naturnahen Tourismus in Bayern aufzuzeigen, hat das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit die Initiative „Naturatlas Bayern Arche“ gestartet. Sie vernetzt über 50 für den Ökotourismus geeignete Schutzgebiete im Freistaat. Die zwei bayerischen Nationalparke, zwei Biosphärenreservate, mehrere Naturparke und weitere attraktive Schutzgebiete sind das Grundgerüst für einen nachhaltigen Tourismus mit über zwei Millionen Besuchern pro Jahr. Allein in die Nationalparke investiert der Freistaat Bayern pro Jahr über 20,3 Millionen Euro. Jüngstes Projekt ist das neue Nationalpark- und Umweltbildungszentrum „Haus der Berge“ im Nationalpark Berchtesgaden. Von den 19 Millionen Euro Gesamtkosten hat der Freistaat 15 Millionen beigesteuert, drei Millionen Euro kommen von der EU (EFRE).

Die bayerische Landesmarketingorganisation BAYERN TOURISMUS Marketing GmbH vermarktet den sanften Tourismus mit starken Leitangeboten in den Bereichen Natur und Kulinarik. Auch die aktuelle Sommerkampagne „Bayern.Sommer.Das Original“ rückt die regionalen Stärken klar in den Fokus.Auch die Wirtschaftsförderung des Bayerischen Wirtschaftsministeriums orientiert sich an Nachhaltigkeitsgesichtspunkten. So können ökologisch nachhaltige Vorhaben im Rahmen der Bayerischen Regionalförderung, die an Innovation und Qualitätsverbesserung ausgerichtet ist, prioritär gefördert werden. In diesem Rahmen hat das Bayerische Wirtschaftsministerium das Tourismusgewerbe seit 2008 mit einem Zuwendungsvolumen von rund 150 Millionen Euro unterstützt. Damit konnten Gesamt-Investitionen von rund 940 Millionen Euro ermöglicht werden.

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.bayern.by, www.natur.bayern.de oder www.umweltpakt.bayern.de.

Quelle: Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit