(hoga-presse) Land fördert Brunnenbohrung und Platzgestaltung mit 884.000 Euro. Neue Heilquelle für den Kurort Bad Schmiedeberg im Landkreis Wittenberg: Wirtschaftsstaatssekretärin Dr. Tamara Zieschang und Kurdirektor Deddo Lehmann haben heute den neuen „Moritz-Hauswald-Brunnen“ offiziell eingeweiht. Der dritte Heilbrunnen des staatlich anerkannten Moor-, Mineral- und Kneipp-Heilbades ist nach dem ehemaligen Bad Schmiedeberger Bürgermeister Moritz Hauswald (1832-1913) benannt, der das Städtische Eisenmoorbad 1878 gegründet hatte. Die Kurgesellschaft hat in die Brunnenbohrung und in die Gestaltung des Brunnenplatzes rund 1,15 Millionen Euro investiert, 884.000 Euro davon kamen als Fördermittel aus der Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe zur „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW).

Bei der Brunnenweihe verwies Zieschang u.a. auf die große Bedeutung des Kurortes: „Bad Schmiedeberg ist das Flaggschiff der Kur- und Bäderlandschaft in Sachsen-Anhalt. Das Dreifach-Prädikat als Moor-, Mineral- und Kneipp-Heilbad ist auch deutschlandweit einmalig. Das ist ein bedeutendes Pfund für den Gesundheitstourismus, der derzeit voll im Trend liegt und auch auf lange Sicht große Wachstumspotentiale bietet. Deshalb ist es gut, dass der Kurbetrieb weiter in seine wichtigste Ressource, die Heilmittel, investiert. Das Heilwasser aus dem neuen Brunnen ist ein wertvoller Bodenschatz für den traditionsreichen Kurort und wird dessen Wettbewerbsfähigkeit stärken.“

Der neue „Moritz-Hauswald-Brunnen“ ist als Heilquelle staatlich anerkannt. Das schätzungsweise mehrere tausend Jahre alte fluoridhaltige Heilwasser wird aus einer Tiefe zwischen 210 und 362 Metern gefördert. Der Mineralisierungsgehalt liegt mit gut 3.300 mg je Liter (vor allem Chlorid, Natrium und Sulfat) deutlich über dem für Heilwasser gefordertem Wert von 1.000 mg je Liter. Das Heilwasser wird u.a. zur Kariesprophylaxe sowie bei Fluoridmangel und Funktionsstörungen von Galle und Bauchspeicheldrüse zur Anwendung kommen. Bad Schmiedeberg erhielt 1999 als erstes Heilbad in Sachsen-Anhalt die staatliche Anerkennung. Heute ist der Kurbetrieb, der zwei der drei ortsansässigen Reha-Kliniken selbst betreibt, mit rund 465 Mitarbeitern der größte Arbeitgeber der Stadt und ein bedeutender Wirtschaftsfaktor für die Region.

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