Lutherdekade bringt spirituellen Tourismus im Reiseland voran

Unser Land ist reich an einmaligen christlichen Schauplätzen

(hoga-presse) Die Bedeutung des spirituellen Tourismus vor dem Hintergrund der Lutherdekade war am gestrigen Mittwoch Thema einer öffentlichen Anhörung des Tourismusausschusses im Deutschen Bundestag. Dazu erklärt die tourismuspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Marlene Mortler:

„2006 war die Welt anlässlich der Fußball WM in Deutschland zu Gast bei Freunden. Die Lutherdekade ist die Chance, unser Reiseland jetzt als christlichen Gastgeber rund um den Globus in den Fokus zu rücken. Trotz rückläufiger Kirchenmitgliedszahlen in Deutschland bleiben spirituelle Themen, wie die Shell Jugendstudie gezeigt hat, gefragt. Familie, Freunde und Liebe sind zeitlose Werte, die junge Menschen bewegen.

Unser Land ist dank der Reformation reich an einmaligen christlichen Schauplätzen, wo diese zeitlosen Themen erlebt werden können. Der Lutherweg als Pilgerweg verbindet Tourismus und individuelle Einkehr ideal. Er trägt zudem dazu bei, hinderliches Kirchturmdenken einzelner Gemeinden im Sinne gemeinsamer übergeordneter Tourismuskonzepte zu überwinden. Diesen Weg müssen wir auch über die Luther-Dekade hinaus weitergehen.

Wir haben auf Bundesebene die Weichen richtig gestellt: Mit unseren Anträgen zum Thema Reformationsjubiläum haben wir die Grundlagen für den Haushaltstitel in Höhe von fünf Millionen Euro jährlich seit 2011 für den Bundesbeauftragten für Kultur und Medien gelegt. Damit wurden viel bewegt: So unterstützen wir etwa die staatliche Geschäftsstelle Luther 2017 in Wittenberg. Der Tourismus profitiert insbesondere von baulichen Maßnahmen, die bisher angestoßen wurden, von Ausstellungen und Symposien. Die maßgeblich mit Bundesmitteln finanzierte Deutsche Zentrale für Tourismus hat das Thema öffentlichkeitswirksam international in wichtigen Quellmärkten (USA, Niederlande, Polen, Tschechien, Südkorea etc.) beworben und ist weiter am Ball. Auch das Bundeswirtschaftsministerium sowie das Auswärtige Amt haben sich das Thema auf die Agenda geschrieben.“

Hintergrund:

Die Lutherdekade ist eine Bundesländer übergreifende Veranstaltungsreihe, die am 21. September 2008 startete, und auf das Jubiläum des 500. Jahrestags des Thesenanschlags von Martin Luther in Wittenberg 2017 hinzielt. Im Rahmen der Dekade werden Aspekte der Reformation in Themenjahren aufgegriffen. Derzeit widmet sich die Dekade dem Thema „Reformation und Toleranz“.

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