Nur Essen im Kopf? Präventionskampagne über Essstörungen
Nur Essen im Kopf? Präventionskampagne über Essstörungen

Ein oft verschwiegenes Thema: Essstörungen

(hoga-presse) Mit der Kampagne „Nur Essen im Kopf?“ rückt die Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz (BGV) das Thema Essstörungen in den Fokus. Die Kampagne soll die Öffentlichkeit für das Thema sensibilisieren, über das spezialisierte Hilfesystem informieren und so Wege aus der Krankheit aufzeigen. Essstörungen zählen zu den häufigsten psychosomatischen Erkrankungen. Für die Betroffenen geht mit der Essstörung oft ein langer Leidensweg einher.

„Eine Essstörung ist eine schwere Krankheit mit gravierenden Auswirkungen für Körper und Psyche – egal ob es sich dabei um Magersucht, Bulimie, eine Binge-Eating-Störung oder auch eine atypische Essstörung handelt“, so Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks. „Bundesweite Daten zeigen, dass bereits gut ein Fünftel aller 11- bis 17-Jährigen in Deutschland Anzeichen eines gestörten Essverhaltens aufweisen. Diese Zahlen machen deutlich, dass Prävention und Früherkennung hier wichtig sind.“

Der Slogan der Kampagne „Nur Essen im Kopf?“ verweist auf die Problematik, die allen Essstörungen gemein ist: Essen oder nicht Essen wird zum beherrschenden Thema des Lebens. Die Kampagne, die mit Plakaten und Postkarten aufmerksam macht, will umfangreich über das Thema informieren bzw. zur eigenen Information anregen. Dazu steht unter der Adresse www.hamburg.de/essstoerungen auch ein neues Internetangebot bereit, das zu den verschiedenen Essstörungen sowie zu den Beratungs- und Behandlungsmöglichkeiten Auskunft gibt. Hamburg verfügt in diesem Bereich über ein spezialisiertes Netzwerk aus Beratungsstellen, Selbsthilfeangeboten, Kliniken, Psychologinnen und Psychologen sowie Ärztinnen und Ärzten. Ein Selbsttest und weiterführende Links für von Essstörungen Betroffene und deren Angehörige runden das Internet-Angebot ab.

Quelle: Gesundheit und Verbraucherschutz Hamburg
Bildquelle: pixabay