(hoga-presse) Besuch der Johanneskirche in Neustadt-Mußbach. Für ein ganz charakteristisches Aussehen. Roswitha Chéret, Ortskuratorin Zweibrücken der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), besucht am Dienstag, den 21. August 2018 um 15.00 Uhr gemeinsam mit Thomas Kirsch von Lotto Rheinland-Pfalz bei einem Presse- und Fototermin vor Ort Gustav-Adolf Bähr vom Verein Fördergemeinschaft Herrenhof e. V., um sich die derzeit laufenden Maßnahmen an der Johanneskirche in Neustadt-Mußbach erläutern zu lassen. Die DSD stellt dort dank der Lotterie GlücksSpirale 10.000 Euro für die Weiterführung der Innensanierung des Chors, konkret die Restaurierungsarbeiten an den Wandmalereien und der Sakristeitür zur Verfügung.

Die Johanneskirche von Mußbach zählt mit ihrer bemerkenswerten Baugeschichte, ihrer prägnanten Architekturgestaltung und weitgehend unangetasteten Ausmalung des Chors mit gotischen Wandmalereien aus der Erbauungszeit zu den bedeutenden Baudenkmälern der Pfalz.

Die Pfarrkirche St. Johannes befindet sich im Ortskern von Mußbach. Die ehemalige Johanniterkirche wurde in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts errichtet. Veränderungen am Langhaus und am Turm sowie eine Verlängerung nach Westen erfolgten 1534 und 1728. Durch den Einbau einer Trennwand wurde die Kirche seit 1707 mit dem katholischen Chor und dem protestantischen Langhaus simultan genutzt. Seit 2007 ist alleiniger Eigentümer die protestantische Kirchengemeinde, die von einer erfolgreich arbeitenden Fördergemeinschaft unterstützt wird.

Während Dach und Fassade der Kirche kontinuierlich instandgehalten wurden und auch der Innenraum des protestantischen Kirchenteils keinen akuten Sanierungsbedarf aufweist, litt das ungenutzte Innere des Chors schon seit dem Auszug der Katholiken in den 1950er Jahren unter dem Leerstand. Nach der Klärung der Eigentumsverhältnisse bemüht man sich den Raum für kulturelle Veranstaltungen wiederzubeleben und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Restauriert wurden seit 2013 bereits die Gewölbe und oberen Wandflächen des Chors. Insbesondere mussten die mit den starken Salzausblühungen verbundenen Feuchtigkeitsschäden behoben werden. Instandsetzungsmaßnahmen am Boden, am Innenputz, an den Fenstern und an der Elektrik machten den Raum kontinuierlich nutzbar. Nun werden nach und nach die Wandmalereien restauriert. Dadurch wird der Raum sein ganz charakteristisches Aussehen zurückerhalten.

Die Johanneskirche ist eines von über 160 Objekten, die die Denkmalschutzstiftung dank privater Spenden und Mittel der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Rheinland-Pfalz fördern konnte.

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Quelle: Pressemitteilung Deutsche Stiftung Denkmalschutz vom 17.08.2018.
Bildquelle: Deutsche Stiftung Denkmalschutz