(hoga-presse) Der aktuell beste Rheingauer Riesling-Schoppen wird in der Gutsschänke des Weinguts Franz B. Schönleber in Oestrich-Winkel serviert. Das ist das Ergebnis der 11. Schoppentrophy des RHEINGAUER WEINSCHMECKERS, der erst vor wenigen Tagen in der 9. völlig neu bearbeiteter Auflage erschienen ist.

Bei einer Blindverkostung im „Sickinger Hof“ des Weinhotels „Rüdesheimer Schloss“ setzte sich das Familienweingut Schönleber mit äußerst knappem Vorsprung unter 36 angestellten Weinen durch. Insgesamt wurden die Weine von 30 Juroren blind geprüft und nach einem 20 Punkte-System bewertet. Der Jury gehörten Vertreter der teilnehmenden Güter, Gastronomen, Weinjournalisten, Vertreter der Weinbranche und der Verbraucher an, darunter auch die Rheingauer Weinkönigin Katharina I.

„Der Riesling ist und bleibt für den Rheingau das Aushängeschild. Das knappe Ergebnis der diesjährigen Auswahl verdeutlicht, wie viele hervorragende Rieslinge die Region hervorbringt. Allerdings machen sich die Winzer der Region nicht umsonst Sorgen über den anhaltenden Klimawandel. Dieser erlaubt zwar den Anbau neuer Rebsorten in Hessen, er könnte dem Riesling aber künftig zu schaffen machen. Gerade unter den Winzern ist das Bewusstsein dementsprechend hoch, dass jetzt endlich gehandelt werden muss, um die Auswirkungen der globalen Klimaerwärmung einzudämmen“, betonte Staatssekretärin Dr. Beatrix Tappeser im Rahmen der Feierstunde in Eltville.

„Der Siegerwein ist ein süffiger, mineralischer Schoppenwein mit guter Länge und langem Nachhall“, lobt Autor, Weinblogger und Organisator Oliver Bock. Für besonders bemerkenswert hält er, dass bei der Blindverkostung offenbar kein Winzer seinen eigenen Wein erkannt hat, denn kein einziger Winzer habe seinem Wein die höchste Punktzahl gegeben.

Auffällig sei auch die breite Streuung der Bewertungen. Das sei ohne Zweifel eine Folge des Herbstes 2014 mit seinen schwierigen Erntebedingungen. Die Qualität bei den Rheingauer Schoppenweinen, der Nr. 1 auf der Weinkarte, sei – im Gegensatz zu den Vorjahren – diesmal recht heterogen ausgefallen. Für bemerkenswert hält Bock auch, dass es aus dem unteren Rheingau zwischen Geisenheim und Lorch diesmal kein Erzeuger in den Top 10 geschafft hat. Das sei so noch nie vorgekommen und auch nur schwer zu erklären, zumal die Steillagen mit einem nassen Herbst normalerweise besonders gut zurechtkämen.

Die Sieger der 11. Schoppentrophy 2015

1. Platz
Weingut F. B. Schönleber, Winkel
2014 Rheingau Riesling trocken

2. Platz
Weingut Dr. Corvers-Kauter, Mittelheim
2014 Rüdesheim Kirchenpfad Riesling Kabinett trocken

3. Platz (geteilt)
Weingut Hans Bausch, Hattenheim
2014 Rheingau Riesling trocken und

Weingut Goldatzel, Johannisberg
2014 Rheingau Riesling trocken

5. Platz
Weingut Schönleber-Blümlein, Winkel
2014 Rheingau Riesling trocken

6. Platz
Weingut G.H. von Mumm, Johannisberg
2014 Rheingau Riesling trocken

7. Platz
Weingut Höhn, Dotzheim
2014 Rheingau Riesling trocken

8. Platz
Weingut Allendorf, Winkel
2014 Rheingau Riesling trocken

9.Platz
Weingut Klaus-Peter Keßler, Martinsthal
2014 Martinsthaler Wildsau Riesling trocken

10. Platz
Weingut Ott, Frauenstein
2014 Frauensteiner Herrnberg Riesling trocken

Herr Mischa Brüssel de Laskay
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