(hoga-presse) Zum Plattenburgspektakel am 15./16. Juni zieht das Mittelalter in die Plattenburg ein. Am 15. und 16. Juni 2013 wird auf der 700 Jahre alten Plattenburg das Mittelalter bereits zum einundzwanzigsten Mal wieder lebendig: Norddeutschlands schönste und älteste Wasserburg, die schon im Jahr 1319 erstmals urkundlich erwähnt wurde, liegt inmitten der einzigartigen Natur der Prignitz. Zum Plattenburgspektakel kehrt das Mittelalter mit einem bunten Volk aus Bischöfen, Rittern, Burgfräulein, Gauklern, Komödianten, Akrobaten, Händlern und Hexen zurück in die Burg.

Die Veranstaltung versetzt die Besucher mit einem sehr lohnenswerten und umfangreichen Programm in das gar nicht so finstere Mittelalter. „Das Spektakel bietet wieder zahlreiche Attraktionen und steht in diesem Jahr unter dem Motto ‚Feuer-Wasser-Erde-Luft’, zu dem Geschichten auf den Bühnen der Burg erzählt werden, beispielsweise beim interaktiven Improvisationstheater von ‚Vogelfrei’“, so Uwe Neumann vom Tourismusverband Prignitz. An beiden Tagen lockt der große Markt mit unterschiedlichsten Handwerken und Vorführungen: „Das Fest ist besonders für Familien geeignet, denn viele Kunsthandwerker führen ihre Künste nicht nur vor, sondern laden auch zum Mitmachen ein. Beispielsweise kann man Seife traditionell selber sieden, altertümlich drechseln, filzen oder sich beim Bogenschießen messen. Aber vor allem können Besucher natürlich die mittelalterlichen kulinarischen Köstlichkeiten genießen“, so Neumann.

Am Sonnabend, dem 15. Juni findet ein Abendkonzert mit der Band „LaMarotte“ mit einer zum Motto passenden Performance statt. Die Band besteht aus fünf Musikern, die sich der deutschen und internationalen mittelalterlichen Folklore verschrieben haben. Sie bieten eine gelungene Mischung aus Pagan-Folk, mittelalterlicher Marktmusik, Klassik und Rock mit unverkennbar irischen und keltischen Einflüssen, gespielt auf zahlreichen mittelalterlichen Instrumenten wie Sackpfeifen und Schalmeien, Flöten, Drehleier, Geige, Rocklaute und Teufelsbass sowie Davul, Darbouka und anderem Schlagwerk. „Gespielt werden sowohl traditionelle als auch eigene Stücke, und alles ist garantiert tanzbar“, verrät Neumann. Anschließend gibt es eine beeindruckende Feuershow. Ein weiterer Höhepunkt ist das an beiden Veranstaltungstagen stattfindende Ritterturnier mit mutigen Kriegern. „Auch in diesem Jahr sind das Ritterlager und die Ritterturniere ein wichtiger Bestandteil des Programms. Beispielsweise sind die Ritter von der Burg Stargard bei Neubrandenburg zu Gast und reiten ein Turnier mit sechs Pferden“, verrät Uwe Neumann.

Am Sonntag, dem Familientag, steht das Motto „Feuer-Wasser-Erde-Luft“ im Mittelpunkt des Theaterprojektes mit Kitas und Grundschulen. Ein besonderes Vergnügen wartet auf die kleinen Besucher auch an beiden Spektakeltagen bei der mittelalterlichen Jakobsleiter: „Das ist eine freihängende Strickleiter, an deren oberen Ende eine Glocke befestigt ist. Ziel ist es, diese Glocke möglichst schnell zu erreichen und zu läuten“, erläutert Neumann. Kinder können sich auch im Bogenschießen üben, auf Ponys reiten oder einfach auf der Wiese tollen. Zudem warten Märchen und Ritter, Hexen, der Mitmachzirkus und ein mittelalterliches Karussell auf den Nachwuchs.

Für das bunte mittelalterliche Treiben öffnet der Burghof seine Tore jeweils zur 10. Tagesstunde für Besucher. Zur elften Stunde wird der Markt mit einem bunten Umzug eröffnet. Wieder geschlossen werden die Pforten am Sonnabend nach der Feuershow zur Geisterstunde um Mitternacht und am Sonntag zur 18. Stunde. Das Abschlussprogramm am Sonntag zur 17. Stunde sollte man nicht verpassen. Der Wegezoll beträgt für Erwachsene acht und für Kinder ab acht Jahren vier Euro. „Gut kostümierte Personen erhalten Rabatt, historisch gekleidete kostümierte Gäste haben sogar freien Eintritt“, so Neumann. Die Eintrittskarten gelten zudem als Rabattgutschein für den Eintrittspreis in die Kristall Kur- und Gradiertherme Bad Wilsnack. Gäste aus Berlin können mit dem Regionalexpress 2 bis nach Bad Wilsnack fahren. Von dort gibt es einen direkten Anschluss an einen Busshuttle, der Besucher im Stundentakt passend zu den Ankunftszeiten des Zuges zur Burg und später auch wieder zurück zum Bahnhof bringt. „Eine schöne Möglichkeit, ganz im Stil des Mittelalters zur Burg zu kommen, ist der Pilgerweg. Von Bad Wilsnack aus läuft man auf dem mit dem Wilsnacker Pilgerzeichen gekennzeichneten Weg nur sieben Kilometer bis zur Plattenburg“, empfiehlt Neumann.

Weitere Informationen: www.plattenburgspektakel.de und www.dieprignitz.de.

Über die Plattenburg: Als echte mittelalterliche Burg wurde die Plattenburg 1319 zum ersten Mal urkundlich erwähnt und über Jahrhunderte zunächst von Havelberger Bischöfen und schließlich von der Familie von Saldern bewohnt. Nach dem 2. Weltkrieg diente sie bis 1991 als Ferienlager der Deutschen Reichsbahn. Heute kann man hier Hochzeiten feiern oder zünftig in der „Taverna Obscura“ im Burgkeller essen. Mit ihrem massiven neugotischen Backsteinturm und der aus dem 18. Jahrhundert stammenden Kapelle ist die Plattenburg die vorletzte Station auf dem Pilgerweg von Berlin nach Bad Wilsnack zur dortigen Wunderblutkirche.

Presseanfragen: Mike Laskewitz (Tourismusverband Prignitz), Tel. 03876 / 30 74 19 22