Tennisplatz am Meer

Fragen an Alexander Voß, Sport- und Tennislehrer des Strandhotels Fischland im Ostseebad Dierhagen

(hoga-presse) Im Alter von zehn Jahren begann er mit dem Tennissport in einem kleinen Ort in der Mecklenburgischen Schweiz, das war 1983. Fußball- und Tennistraining standen damals nebeneinander auf dem Plan des Sporttalents. Turniersiege waren ihm nie so wichtig, aber das Tennisspiel sollte sein berufliches Leben prägen und ausfüllen, wie er heute ohne Zweifel feststellen kann.

Wie lange sind Sie hier schon Tennislehrer?

1994 habe ich meine erste Lizenz im Breitensportbereich erhalten. Heute habe ich eine
B-Trainerlizenz, das schließt den Breiten- und Wettkampfsport ein.

Was reizt Sie, genau hier Tennislehrer zu sein?

Tennislehrer hier am Meer sein zu können, ist fast ein Geschenk: die einzigartige Naturlage, diese Seeluft auf den wunderbar strandnahen Plätzen und entspannte Gäste.
Die, die Trainerstunden buchen, sind ja schon für diesen Sport begeistert und viele von ihnen kommen wieder, das schafft eine sehr gute Atmosphäre. Wer schon länger spielt und mehrmals hier war, hat in der Regel konkrete sportliche Ziele und will sein Leistungspotential erhöhen, Fehler ausbügeln, fachlichen Rat und natürlich auch einfach Freude am Spiel haben.

Was ist das Besondere an Ihrer Arbeit?

Als Trainer im Strandhotel Fischland heißt es für mich täglich der Herausforderung zu stellen, die Lösung für die individuellen Fehler im Spiel jedes einzelnen Spielers zu erkennen und sie auf schnellstem sowie verständlichstem Weg in gemeinsamer Arbeit zu beheben, effektiv sein. Ich habe in der Regel wenig Zeit als Trainer in einem Hotel. Oft bleiben dafür nur ein bis zwei Stunden. Man muss schnell und konzentriert sein sowie stets den richtigen Ton treffen, aber Wunder gibt es auch beim Tennis nicht, dafür Spaß und echten Sportgeist.

Tennis gewinnt mit Sabine Lisicki gerade wieder an Attraktivität – haben Sie auch die Zeiten von Boris Becker und Steffi Graf erlebt? Wer waren Ihre Vorbilder?

Steffi Graf und Boris Becker – das waren Ikonen für den deutschen Tennissport. Boris, mein großes Vorbild, lebte diesen Sport, zeigte Emotionen, die heute oft verborgen bleiben im Spitzentennis. Beide haben sehr viel dazu beigetragen, dass sich in Deutschland eine breite Öffentlichkeit für den Tennissport in all seinen Facetten interessiert.

Sabine Lisicki – das ist endlich wieder so eine großartige Geschichte oder kann es werden. Natürlich sehnte sich nicht nur das Fachpublikum seit Jahren danach, die Resonanz geht aber noch viel weiter. Selbst ich werde täglich von Gästen angesprochen, die niemals zum Tennissport eine Verbindung hatten. Aufmerksamkeit und Interesse münden in Engagement und Intensität, woraus sich hoffentlich lang anhaltende Leidenschaft entwickelt. Ich wünsche mir, dass Sabine Lisicki noch viele Erfolge feiern wird – das tut uns allen gut.

Worauf kommt es für Sie beim Tennis wirklich an?

Es geht im Kern um die gesunde Mischung aus Technik und Athletik, gepaart mit einer unglaublichen Portion Wille beziehungsweise mentaler Stärke. Auch Ausdauer ist wichtig, um die gesteckten Ziele, so unterschiedlich sie auch sind, ich meine nicht immer leistungsorientierte Hintergründe, zu erreichen. Niederlagen für sich persönlich zu meistern, macht es spezifischer als bei Mannschaftssportarten, für mich interessanter und nachhaltiger für den eigenen Körper und Geist.

Haben Sie besondere Tipps für Ihre Schützlinge, die zum Beispiel als Anfänger zu Ihnen kommen?

Spaß am gemeinsamen Spiel setzt beim Tennis technische Gegebenheiten voraus. Über diesen Weg bekomme ich alle schnell zur ungeliebten Technikschulung, ein sekundärer Ansatz, um ein primäres Ziel zu erreichen. Gelingt mir dieser „Schachzug“, fesselt der Spaß alle von selbst und es entwickelt sich später daraus der Ehrgeiz mehr zu wollen, aber eben auch zu können.

Wie schnell kann man Tennis lernen bei Ihnen? …und wie entscheidend ist ein guter Trainer dafür?

Ja, erste Erfolge stellen sich schnell ein, wenn der Funke überspringt und der Trainer in der Lage ist, die Bedürfnisse des Schülers schnell zu erkennen. Dabei gilt es die natürlichen Stärken des Trainierenden zu nutzen, um seinen Schwächen zu bearbeiten, die Grundlagen für die Technik jedoch sind entscheidend.

Meine Stärke liegt in der Gemeinsamkeit der Arbeit zwischen Trainer und Spieler, da gibt es keine Standards. Mein Motto lautet: „Teile die Freude und das Leid mit deinen Schützlingen, stärke sie, wo immer du kannst, motiviere sie, ihre Schwächen zu Stärken machen zu wollen.“

Motivationsfähigkeit, das ist ein verlässlicher Partner auf dem Platz, damit läßt sich Freude am Spiel und am Leben wecken.

Braucht man eine Ausrüstung und wenn ja, wo bekommt man diese her?

Für Anfänger ist das zunächst nicht sinnvoll. Hier ist alles vor Ort und in gemeinsamer Arbeit lassen sich auch Anregungen für Ausrüstung und deren hilfreiche oder nachteilige Auswirkung auf das Spiel erläutern.

Ist Weiß immer noch DIE Tennisfarbe?

Tennis wird meiner Meinung nach immer der „weiße Sport“ bleiben solange es Wimbledon gibt und die Tradition, den Spielern auch Respekt sowie die Anerkennung vermittelt wird, dass man dieses Turnier nicht spielen muss, sondern darf.

Was ist das schönste Kompliment nach einer Tennisstunde für Sie?

Komplimente und Erfolge zeigen sich täglich in der Umsetzung der gestellten Aufgaben auf dem Platz. Viele Gäste kommen immer wieder, auch mit neuen technischen oder taktischen Problemen im Gepäck. Das Schönste dürfen sie als Tennislehrer erleben, wenn sie Kinder an diesen Sport herangeführt haben, die mir heute mit Stolz und Energie die Bälle links und rechts um die Ohren hauen. Dazwischen vergehen oft Jahre, aber das macht wirklich Freude. Manchmal treffe ich auch Gäste, die bei uns die gemeinsame Leidenschaft am Tennissport entdeckten und heute im Freizeitbereich gemeinsam nach anstrengenden Tagen im Arbeitsalltag Entspannung und Freude im gemeinsamen Spiel finden. Das ist etwas, das bleibt.

Woher kommen Sie, wo ist Ihr Lebensmittelpunkt?

Ich wohne immer noch in diesem kleinen verschlafenen mecklenburgischen Ort, wo ich den Tennisschläger das erste Mal vor 30 Jahren gegriffen habe. Von hier fahre ich auch nach 13 Jahren täglich immer noch gerne in unser Strandhotel Fischland, weil mein Herz nicht zuletzt auch ein gewaltiges Stück an diesem Haus und vor allem seinen großartigen Gästen hängt.

www.strandhotel-ostsee.de

Pressekontakt: auerswald concept gmbh, agentur für eventmarketing & pr, Emdener Str. 19, 10551 Berlin, info@ac-special.de, T: (030) 2809 6702, F: (030) 2809 6764 im Auftrag der Hotels Dünenmeer GmbH & Co. KG, Birkenallee 20, OT Neuhaus, 18347 Ostseebad Dierhagen, T: (038226) 501-0, F: (038226) 501-555 UND Strandhotel Fischland, Ernst-Moritz-Arndt-Strasse 6, 18347 Ostseebad Dierhagen Strand, T: +49 (0) 38226 / 520, F: +49 (0) 38226 / 529 99. www.strandhotel-ostsee.de