Grenzregion gemeinsam sicherer machen

(hoga-presse) Wenn man in den Urlaub fährt, tut man dies mit dem Ziel, sich zu entspannen und sich einfach mal um nichts Sorgen machen zu müssen. Einen Autodiebstahl kann man dann erst recht nicht gebrauchen, denn dann kommt ein Problem nach dem anderen – und das nicht nur für den Urlauber. Auch die Hotels, Pensionen und Gaststätten, die im Grenzgebiet liegen, haben hierbei stark mit Vorurteilen zu kämpfen.

Nachdem eine Reihe von Autodiebstählen in der Presse gemeldet wurde, gab es viele Buchungsstornierungen. Zusammen mit dem Leiter der Polizeidirektion Oberlausitz-Niederschlesien, Conny Stiehl, trafen sich Vertreter der Hotellerie und Gastronomie aus dem DEHOGA-Regionalverband Dresden e.V. im Görlitzer Hotel „Schellergrund“, um gemeinsam zu überlegen, wie sie sich, ihre Gäste und ihr Eigentum vor brutalen Diebesbanden aus dem In- und Ausland schützen können.

„Diese Diebstähle sind ein permanentes Thema. Der Ausländeranteil der Kriminellen ist hier im Grenzbereich zwar höher, doch durch die vielen verschiedenen medialen Berichterstattungen wird ein komplett falsches Bild vermittelt. Natürlich will ich nichts beschönigen, aber es ist so, dass wir immer Stärke zeigen und helfen, wo wir können. Dennoch sind wir auch auf Hilfe aus der Bevölkerung angewiesen. Wenn alle gemeinsam aufeinander aufpassen, sich gegenseitig helfen, dann können wir auch gemeinsam etwas gegen die Kriminalität sowohl aus dem In- als auch aus dem Ausland tun“, bestärkt Conny Stiehl.

Er wünscht sich eine bessere und permanentere Kommunikation zwischen Bürgern und Polizei. Seit dem 1. Januar gibt es die sogenannte Bürgerpolizei, normale Polizisten, die den Kontakt zu der Bevölkerung halten sollen und flächendeckend in allen Regionen, auch zwischen den größeren Städten, oft zu Fuß unterwegs sind, um einfach nachzufragen und sich umzuhören, wo etwas merkwürdig erscheint. Das persönliche Empfinden der Kriminalität ist in den kleineren Städten ebenfalls anders als in einer Großstadt, wie zum Beispiel Dresden.

„Wenn in einem Dorf mit 2.000 Einwohnern ein Auto geklaut wird, dann betrifft das alle 2.000 Menschen und der Aufschrei ist groß. In Dresden bedeutet ein geklautes Auto nur eine neue Parklücke und trifft nur einen Einzelnen schlimm. Man macht sich in ländlichen Regionen dann einfach mehr Sorgen“, erläutert Stiehl.

Damit der Eindruck „In Grenzregionen wird nur geklaut“ wieder aus den Köpfen der Menschen verschwindet, sollten sowohl Hotels als auch Gaststätten zum allgemeinen Sicherheitsgefühl mit beitragen. Da die Autos einfach die liebsten Gegenstände der Gäste sind, ist es sinnvoll, den Parkplatz abzusichern, sei es durch Licht, einer Schranke oder einer Tiefgarage und eventuelle mechanische Sicherungen für Autos im Hotel bereithalten.

Des Weiteren sollte man Panikmache vermeiden und nichts dramatisieren, sondern im Gegenteil die positiven Erfahrungen den Leuten näherbringen. Und zu guter Letzt auch das gegenseitige aufeinander Aufpassen. Dann kann auch der Urlaub wieder das sein, was er soll: einfach entspannend sein.

Weitere Informationen: www.dehoga-dresden.de
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