(hoga-presse) „Ernährung für die Gesundheit“ steht im Zentrum der Veranstaltung, zu der sich am Donnerstag rund 100 Entscheider und Vertreter aus der Ernährungs-, Gesundheits- sowie Tourismuswirtschaft in Rostock angemeldet haben. „Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist Voraussetzung für eine gute Gesundheit. Wir haben die Rohstoffe, die uns heimische Landwirte zur Verfügung stellen, wir haben hervorragende Unternehmen, welche diese zu hochwertigen Produkten veredeln. Um die Wettbewerbsfähigkeit weiter zu verbessern, ist innovatives Handeln bei der Entwicklung konkurrenzfähiger Produkte, der Erschließung neuer Märkte und Abnehmer sowie der Herausbildung von Kooperationen gefragt. Dies verlängert regionale Wertschöpfungsketten. Zudem werden Arbeitsplätze bei uns in Mecklenburg-Vorpommern gesichert beziehungsweise auch neue geschaffen“, sagte Wirtschaftsminister Harry Glawe am Donnerstag vor Ort.

Gesundheitswirtschaft und Ernährungswirtschaft stehen in einem engen Zusammenhang. Der Minister appellierte hierbei aktiv Kooperationen auszuloten. „Ich denke hier auch an eine stärkere Zusammenarbeit von Rohstoffhändlern sowie Produzenten mit Einrichtungen der Gesundheitswirtschaft bzw. des Gesundheitswesens. Konkret wären dies beispielsweise Krankenhäuser, Reha-Kliniken, Pflegeheime sowie Wellnesshotels des Landes. Aber auch Großhändler und Catering-Unternehmen sind hier gefragt“, so Glawe weiter.

Die gesundheitsbewusste Ernährung gewinnt zunehmend an Bedeutung. „Ernährung für die Gesundheit“ wurde deshalb auch im Masterplan Gesundheitswirtschaft 2020 verankert. „Zwei Aufgabenstellungen sind von zentraler Bedeutung. Zum Einen müssen Lebensmittel produziert werden, die einen gesundheitlichen Zusatznutzen haben; die also ernährungsbedingten Erkrankungen entgegenwirken. Zum Andreren muss es uns gelingen, die Bevölkerung und bestimmte Risikogruppen für eine ausgewogene Ernährung sensibel zu machen“, sagte Glawe. „Dies kann nur gelingen, wenn alle an einem Strang ziehen. Die Ernährungsbranche kann hier einen sehr wichtigen Beitrag leisten.“

Veränderte Ernährungsgewohnheiten bestimmen die gegenwärtigen Innovationen und Markttrends, dies zeigt sich z. B. in der Zunahme der Außer-Haus-Verpflegung und bei den Fertigprodukten. „Änderungen der Ernährungsgewohnheiten wirken sich direkt auf die menschliche Gesundheit aus. Wir werden bequemer. Neben Bewegungsmangel ist die hochkalorische Ernährung an der Entwicklung der Adipositas und assoziierter Erkrankungen (z.B. Herz-/Kreislauferkrankungen) maßgeblich beteiligt“, sagte Glawe.

In Mecklenburg-Vorpommern waren 2012 in den 88 Betrieben der Ernährungswirtschaft mit mehr als 50 Beschäftigten rund 14.300 Mitarbeiter tätig. Die Branche erwirtschaftete einen Jahresumsatz von mehr als 4,3 Milliarden Euro. „Sie ist innerhalb des Verarbeitenden Gewerbes gemessen an der Zahl der Beschäftigten als auch nach dem Umsatz der größte Industriezweig unseres Landes“, sagte Glawe. Zu den bedeutendsten Produktionsbereichen gehören die Herstellung von Back- und Teigwaren, Schlachten und Fleischverarbeitung, Milchverarbeitung und die Getränkeherstellung.

Das Wirtschaftsministerium hat seit 1990 über 420 Vorhaben der gewerblichen Wirtschaft im Bereich Ernährung im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) mit 425 Millionen Euro unterstützt. Damit wurden Gesamtinvestitionen von 2,43 Milliarden Euro ausgelöst. Eine Kofinanzierung oder alleinige Unterstützung der Vorhaben erfolgte zudem aus Mitteln des „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE).

Quelle: regierung-mv.de