(hoga-presse) Die Europäische Kommission hat gestern in Brüssel einen Europäischen Qualifikationspass für das Gastgewerbe vorgestellt, mit dem die grenzüberschreitende Mitarbeitergewinnung vereinfacht wird. Von Anfang an war der europäische Dachverband des Gastgewerbes HOTREC ebenso wie EFFAT als gewerkschaftlicher Dachverband von der Kommission in die praktische Ausgestaltung der einzelnen Qualifikationen und Kompetenzen eng eingebunden.

Der Qualifikationspass soll den Offline-Lebenslauf ersetzen. In einem übersichtlichen Format können alle Qualifikationen und Kompetenzen dargestellt werden, die im Laufe des Arbeitslebens erworben wurden. Durch die automatische Übersetzung in die Sprachen aller Mitgliedsländer ist eine einheitliche Darstellung auch grenzüberschreitend gewährleistet. „Diese Unterstützung der Arbeitnehmerfreizügigkeit in Europa durch das Stellenportal EURES und den Qualifikationspass für das Gastgewerbe ist aus unserer Sicht praxisgerecht und für Arbeitgeber und Arbeitnehmer gleichermaßen positiv“, begrüßt Ernst Fischer, Präsident des DEHOGA Bundesverbandes, die Initiative der Europäischen Kommission. „Auch Erfahrungen unterhalb eines formalen Berufsabschlusses können so abgebildet werden.“
Der Europäische Qualifikationspass für das Gastgewerbe kommt auf EURES, der Stellenbörse der Europäischen Kommission, zum Einsatz. EURES ist ein Portal zur beruflichen Mobilität, das Arbeitgebern und Arbeitnehmern bei der Information, Beratung und Vermittlung von Arbeitsplätzen in anderen europäischen Ländern behilflich sein soll. EURES wurde 1993 gegründet und koordiniert mit mehr als 850 Beratern die grenzüberschreitende Vermittlung von Arbeitskräften.

„Mithilfe des Europäischen Qualifikationspasses für das Gastgewerbe haben HOTREC, EFFAT und die Kommission einen entscheidenden Schritt zur Förderung der beruflichen Mobilität und im Kampf gegen den Fachkräftemangel, wie beispielsweise in Deutschland, und die Arbeitslosigkeit in vielen anderen EU-Staaten unternommen“, zeigt sich Fritz G. Dreesen, Vorsitzender des Hotelverbandes Deutschland (IHA), mit der praktischen Umsetzung zufrieden.

Christopher Lück
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