(hoga-presse) Letzte Woche fand der diesjährige Branchentag des Gastgewerbes des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes Mecklenburg-Vorpommern (DEHOGA-MV) unter dem Motto „Wertschätzung für das Gastgewerbe – Wertschätzung für die Gastgeber“ statt. Wirtschafts- und Tourismusminister Harry Glawe machte auf die Leistungen der Branche im 25. Jahr nach dem Fall der Mauer aufmerksam. „Die Entwicklung ging vom staatlichen DDR-Erholungswesen zu einer der dynamischsten Tourismusregionen Europas. Anfang der 90er Jahre mussten zunächst Eigentums- und Nutzungsrechte für 400 ehemalige FDGB-Ferienheime sowie hunderte Betriebsferienheime und Objekte des Sondervermögens sowie deren Privatisierung geklärt werden“, sagte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe vor Ort. „Aus dem Einheitsgrau entstanden tolle Hotelprojekte, Pensionen, Appartement- und Ferienhäuser in den Tourismusorten. Es gelang sogar in vielen Fällen wertvolle Bausubstanz zu erhalten, die heute das Flair der Kur- und Erholungsorte im Land ausmachen.“

Gastgewerbe ist wichtigster Teil der Tourismuswirtschaft
Die Branche hat sich in Mecklenburg-Vorpommern in den vergangenen Jahren sehr gut entwickelt. „Viele mutige Investoren waren bereit mit sehr viel Engagement, eigenem Geld und auch staatlicher Förderung Aufbau- und Entwicklungsarbeit im Nordosten zu leisten. Sie sind unternehmerisches Risiko eingegangen und haben Verantwortung übernommen, sich den Erfordernissen gestellt und tatkräftig losgelegt. Mit einem Bruttoumsatz von 2,8 Milliarden Euro ist das Gastgewerbe der ökonomisch wichtigste Teil der Tourismuswirtschaft des Landes“, so Glawe weiter. In MV hat das Gastgewerbe volkswirtschaftlich betrachtet mit rund drei Prozent einen etwa doppelt so hohen Anteil an der Gesamtwirtschaft wie im deutschen Durchschnitt. Rund 35.600 sozialversicherungs­pflichtig Beschäftigte sind in der Hotellerie und Gastronomie tätig.

Guter Service ist eine der besten Zutaten der Erfolgsgeschichte
MV gehört mit zu den führenden Bundesländern mit einem hohen Anteil an Vier- und Fünf-Sterne-Hotels. Dementsprechend hat sich die Küche entwickelt. „Unser Land ist die kulinarische Nummer Eins in den neuen Bundesländern. Hier gibt es die meisten Sternerestaurants im Osten Deutschlands. Hervor­ragende Köche, Produkte aus der Region und ein guter Service sind die besten Zutaten dieser Erfolgsgeschichte. Eine abwechslungsreiche Küche mit hervorragenden Angeboten lockt Gäste auch außerhalb der Saison in unser Land“, betonte Glawe.

Hotel- und Gaststättenbereich (HoGa): Sieben Stellenan­gebote auf einen Bewerber
Die Fachkräftesicherung ist im Hotel- und Gaststättenbereich von enormer Bedeutung. Im HoGa-Bereich sind besonders viele Lehrstellen offen geblieben. „Hier kommen auf einen Bewerber sieben Stellenangebote. Dies zeigt den Bedarf der Branche. Koch oder Restaurant- und Hotelfachkräfte führen regelmäßig die Top 10 der unbesetzten Ausbildungsberufe an“, sagte Glawe. „Entscheidend ist bei der Ausbildungsplatzsuche nicht mehr das Unternehmen allein, sondern vielmehr das Gesamtangebot des Unternehmens an die Jugendlichen. Das geht beispielsweise über das Aufzeigen von Karriere­möglichkeiten, die Entlohnung oder auch über Fortbildungen. Auszubildende sind die Fachkräfte von morgen. Die frühzeitige Bindung von Azubis an das Unternehmen sichert langfristig die Planung für den Fortbestand des Unternehmens“, appellierte Glawe.

Qualität und Service spielen wichtige Rolle – Infrastruktur weiter ausbauen
Investitionen der Branche sind auch künftig notwendig. „Die Urlauber erwarten deutlich mehr als nur eine schöne Landschaft und Meeresrauschen. Der Erfolg der Branche ist kein Selbst­läufer, Gäste müssen umworben werden und wiederkommen wollen. Wir stehen im ständigen Wettbewerb mit anderen Tourismusmärkten, und das unmittelbar vor unserer Haustür. Es bedarf einer modernen und attraktiven Tourismusinfrastruktur. Qualität und Service spielen im Urlaub eine bedeutende Rolle. Aus diesem Grund werden Investitionen in saisonverlängernde Angebote und weitere Vorhaben zur Verbesserung der touristischen Infrastruktur in der neuen EU-Förderperiode 2014 bis 2020 gefördert“, sagte Glawe. Auch die Unterstützung familienfreundlicher Angebote wird in den nächsten Jahren ein Schwerpunkt bleiben. Ebenfalls von großer Bedeutung ist für uns die Schaffung nachhaltiger touristischer Angebote und Struk­turen in den ländlichen Räumen Mecklenburg-Vorpommerns.

Quelle: regierung-mv.de