Die Heimkehle ist eines der spannendsten Ausflugsziele im Harz. Als größte Gipsschauhöhle Deutschlands begeistert sie mit riesigen unterirdischen Hallen, glasklaren Seen und einer faszinierenden Geschichte. Ob mit Kindern, bei Regen oder als besonderes Naturerlebnis im Urlaub – die barrierefreie Führung macht die Heimkehle ganzjährig zu einem perfekten Ziel für Familien, Entdecker und Schlechtwettertage im Südharz.
Ein einzigartiges Ausflugsziel im Harz
Der Harz gehört zu den beliebtesten Reisezielen Deutschlands. Dichte Wälder, sagenumwobene Berge, historische Städte und zahlreiche Freizeitangebote ziehen jedes Jahr Millionen Besucher an. Doch was tun, wenn das Wetter nicht mitspielt oder man ein außergewöhnliches Erlebnis abseits klassischer Wanderwege sucht? Genau hier kommt die Heimkehle ins Spiel. Die größte Gipsschauhöhle Deutschlands ist ein ganz besonderes Ausflugsziel im Südharz und begeistert Familien, Kinder, Naturfreunde und Geschichtsinteressierte gleichermaßen.
Die Heimkehle liegt östlich von Nordhausen bei Uftrungen, direkt an der Grenze zwischen Thüringen und Sachsen-Anhalt. Bereits beim Betreten des Geländes wird klar, dass hier kein gewöhnlicher Ausflug wartet. Statt Regen, Wind oder Hitze erleben Besucher eine faszinierende unterirdische Welt, die zu jeder Jahreszeit konstant beeindruckt. Gerade deshalb gilt die Heimkehle als perfektes Schlechtwetter-Ausflugsziel im Harz.




Willkommen in einer Welt unter Tage
Wer die Heimkehle besucht, betritt eine der eindrucksvollsten Gipsschauhöhlen Europas. Anders als viele Tropfsteinhöhlen zeichnet sie sich durch riesige Hallen, glasklare Seen und monumentale Dimensionen aus. Die Höhle ist ein lebendiges Zeugnis der Erdgeschichte und zugleich ein Ort, an dem sich Natur und menschliche Geschichte auf besondere Weise überschneiden. Schon im Mittelalter war die Höhle bekannt. Ihre erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1357. Über Jahrhunderte hinweg blieb sie jedoch weitgehend unerschlossen. Erst im Jahr 1920 begann unter der Leitung von Theodor Wienrich die touristische Erschließung. Am 12. September 1920 wurde die Heimkehle offiziell für Besucher geöffnet und entwickelte sich in den folgenden Jahren zu einem überregional bekannten Ausflugsziel im Harz.
Die größte Gipsschauhöhle Deutschlands
Mit einer Gesamtlänge von rund zwei Kilometern ist die Heimkehle eine der größten bekannten Gipshöhlen des Landes. Etwa 600 Meter davon sind im Rahmen geführter Touren für Besucher zugänglich. Schon diese Strecke bietet ein überwältigendes Erlebnis und vermittelt eindrucksvoll, welche Kräfte Wasser und Zeit entfalten können. Die Heimkehle ist eine sogenannte Laughöhle. Sie entstand im weichen Sulfatkarst, der über Jahrtausende hinweg von den Flüssen Thyra, Krebsbach und Krummschlacht ausgewaschen wurde. Dabei bildeten sich riesige unterirdische Hohlräume, die heute zu den spektakulärsten ihrer Art zählen. Nur wenige Höhlen dieses Typs sind überhaupt begehbar. Die Heimkehle nimmt hier eine absolute Sonderstellung ein und trägt seit 2019 zu Recht das Prädikat „Nationaler Geotop“.
Ein Rundgang voller Höhepunkte
Die Führung durch die Heimkehle dauert etwa eine Stunde und ist sorgfältig gestaltet. Der Rundgang beginnt im sogenannten Kleinen Dom und führt durch den beeindruckenden Riegelgang in den Großen Dom, das Herzstück der Höhle. Mit über 22 Metern Höhe und rund 65 Metern Durchmesser gehört dieser Raum zu den größten unterirdischen Hallen Deutschlands.
Besonders faszinierend sind die unterirdischen Seen. Ihr klares, grün-bläuliches Wasser reflektiert die Felswände und schafft eine beinahe mystische Atmosphäre. Weiter geht es durch den Riesentunnel in die Thyrahalle und schließlich zum Thyrasee. Die Kombination aus Weite, Stille und Licht macht diesen Ort zu einem echten Gänsehautmoment – für Erwachsene ebenso wie für Kinder.
Spannend, lehrreich und kinderfreundlich
Die Heimkehle ist ein ideales Ausflugsziel für Familien mit Kindern. Die riesigen Hallen wirken wie aus einem Abenteuerfilm, und die sachkundigen Führungen vermitteln Wissen anschaulich und verständlich. Kinder erfahren, wie Höhlen entstehen, welche Tiere hier leben und warum die Heimkehle so besonders ist. Auch Fledermäuse spielen dabei eine Rolle, denn sie nutzen Teile der Höhle als Lebensraum. Der Führungsweg ist barrierefrei ausgebaut. Das macht die Heimkehle nicht nur familienfreundlich, sondern auch für Rollstuhlfahrer gut zugänglich. So können wirklich alle Besucher dieses Naturwunder erleben – ein weiterer Grund, warum die Heimkehle zu den inklusivsten Ausflugszielen im Harz zählt.
Wetterunabhängig und ganzjährig attraktiv
Ein großer Vorteil der Heimkehle ist ihre Unabhängigkeit vom Wetter. Während draußen Regen, Schnee oder Hitze herrschen, bleibt das Klima in der Höhle konstant. Die Temperatur liegt das ganze Jahr über bei etwa 8 Grad Celsius. Das macht sie im Sommer angenehm kühl und im Winter gut begehbar. Gerade an regnerischen Tagen ist die Heimkehle daher eine der besten Empfehlungen für einen Ausflug im Harz mit Kindern. Wichtig ist lediglich die richtige Kleidung. Auch im Sommer sollten Besucher eine Jacke, lange Hosen und festes Schuhwerk tragen. Dann steht dem unterirdischen Abenteuer nichts im Weg.
Ein Ort der Mahnung und Erinnerung
Neben ihrer beeindruckenden Natur ist die Heimkehle auch ein Ort der Geschichte. Während des Zweiten Weltkriegs wurde der Schauhöhlenbetrieb eingestellt. Ab dem 12. März 1944 mussten KZ-Häftlinge die Höhle für einen Verlagerungsbetrieb der Junkerswerke vorbereiten. Unter unmenschlichen Bedingungen wurden bis April 1945 Fahrgestelle für das Flugzeug Ju 88 gefertigt. In dieser Zeit entstand in Rottleberode ein Außenlager des KZ Mittelbau-Dora.




Mehrere Mahnmale erinnern heute an dieses dunkle Kapitel. Ein Gedenkstein vor der Höhle sowie ein Mahnmal im Kleinen Dom machen deutlich, dass die Heimkehle nicht nur ein Ort des Staunens, sondern auch des stillen Erinnerns ist. Nach Kriegsende wurden die Rüstungsanlagen auf Anordnung des Alliierten Kontrollrats gesprengt. Am 25. April 1954 konnte die Heimkehle schließlich wieder als Schauhöhle eröffnet werden.
Kulinarische Pause direkt an der Höhle
Ein Ausflug in den Harz wäre nicht komplett ohne regionale Küche. Direkt gegenüber dem Höhleneingang lädt das Restaurant Heimkehle zur Einkehr ein. In gemütlicher Atmosphäre können Besucher hier typische Spezialitäten der Region genießen. Auf der Speisekarte stehen unter anderem überbackenes Würzfleisch, die Fischplatte „Heimkehle“ oder der herzhafte Bergmannsgulasch.




Das Restaurant eignet sich sowohl für Individualreisende als auch für Gruppen und ist der ideale Ort, um den Höhlenbesuch entspannt ausklingen zu lassen. Gerade Familien schätzen die kurze Entfernung zwischen Höhle und Gastronomie.
Öffnungszeiten und praktische Hinweise
Die Heimkehle ist in der Regel von Dienstag bis Sonntag sowie an Feiertagen geöffnet. In den Sommermonaten finden Führungen meist um 10:00 Uhr, 12:00 Uhr, 14:00 Uhr und 16:00 Uhr statt. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, empfiehlt es sich insbesondere in den Ferien, rechtzeitig zu planen.
Adresse:
An der Heimkehle 3
06536 Südharz/OT Uftrungen
Kontakt:
Telefon: +49 (0) 34653 / 305
Mail: info@hoehle-heimkehle.de
Webseite Schauhöhle Heimkehle
Warum die Heimkehle zu den besten Ausflugszielen im Harz zählt
Die Heimkehle verbindet Naturerlebnis, Abenteuer, Bildung und Geschichte auf einzigartige Weise. Sie ist spannend für Kinder, informativ für Erwachsene und dank ihrer Lage unter Tage ein ideales Ziel bei schlechtem Wetter. Ob als Familienausflug, Schulausflug oder als Programmpunkt im Harzurlaub – die größte Gipsschauhöhle Deutschlands hinterlässt bleibende Eindrücke. Wer den Harz besucht und nach einem besonderen, wetterunabhängigen Ausflugsziel sucht, sollte die Heimkehle unbedingt einplanen. Sie ist nicht nur ein Naturwunder, sondern ein Ort, der zum Staunen, Nachdenken und Entdecken einlädt – ein echtes Highlight im Südharz für Groß und Klein.
Quelle und Bilder: Redaktion, aktualisiert am 03.01.2026