(hoga-presse) Die Landtagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN will, dass die Menschen sich auf das verlassen können, was auf den Verpackungen steht und ihr Essen bedenkenlos und lustvoll genießen können. „Gutes Essen ist natürlich eine Frage des Geschmacks. Aber es kann nicht sein, dass man vor dem Kochen erst einmal mit einer Lupe lesen muss, welche Zutaten sich denn nun wirklich in einer Verpackung verbergen“, erklärt Martina Feldmayer, verbraucherschutzpolitische Sprecherin der GRÜNEN. „Wenn Mogelschinken oder Analogkäse den Verbrauchern mit unzureichender Information untergejubelt werden, ist dies eine Irreführung. Wenn Menschen mit Allergien keine oder unzureichend kenntlich gemachte Hinweise auf den Verpackungen finden, ist das sogar gefährlich. Beides muss von staatlicher Seite unterbunden werden.“

DIE GRÜNEN begrüßen, dass die EU-Lebensmittelinformationsverordnung, die seit Dezember 2014 gilt, Verbesserungen für die Verbraucherinnen und Verbraucher  bringt, sieht aber auch noch weiteren Nachbesserungsbedarf. „Konkrete Verbesserungen bringt die Verordnung bei der Nährwertkennzeichnung: Auf Verpackungen müssen jetzt gut lesbar Informationen über Brennwert und Nährwerte wie Fett, Zucker und Salz enthalten sein.“ Außerdem sei positiv hervorzuheben, dass es weitergehende Regelungen bei der Allergenkennzeichnung gibt. Nicht ausreichend im Sinne der betroffenen Menschen seien die Vorgaben bei unverpackter Ware. Außerdem sei nicht klar genug zu erkennen, ob tierische Produkte in Lebensmitteln enthalten sind, was insbesondere angesichts der steigenden Zahl an Vegetarier und Veganer problematisch sei. Die neue Lebensmittelverordnung der EU schafft einen gesetzlichen Rahmen, der die Verbraucherinnen und Verbraucher stärkt, ist aber noch nicht das Nonplusultra.“

DIE GRÜNEN weisen darauf hin, dass sie auf Landesebene aktiv sind, um die Verbraucher weiter zu stärken. „Kennzeichnung und Transparenz sind sehr wichtig. Zusätzlich muss aber auch kontrolliert werden, dass die Verordnung tatsächlich eingehalten wird und die Verbraucherinnen und Verbraucher brauchen eine entsprechende Beratung und Aufklärung. Die schwarz-grüne Landesregierung leistet hierfür mit der Neukonzeption der Verbraucherberatung einen wertvollen Beitrag.“

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