(hoga-presse) MV macht sich hübsch für die Urlaubssaison. Glawe: Strände und Häfen in Mecklenburg-Vorpommern locken mit attraktiven Möglichkeiten. Wir sind bereit für unsere Urlauber. Mecklenburg-Vorpommern macht sich hübsch die anstehende Urlaubssaison. „Wir sind bereit. Städte und Gemeinden haben in Vorbereitung auf die neue Saison an den Stränden und Häfen des Landes investiert, Modernisierungen angestoßen und das touristische Angebot für Einheimische und Gäste deutlich erweitert. Unser Ziel ist es, die Angebotspalette so weiter auszubauen, dass die Besucher das ganze Jahr über Urlaub bei uns im Land genießen. Unsere Gäste erwarten neben den Unterkünften auch das entsprechende Umfeld sich wohl zu fühlen. Dafür ist ein weiterer Ausbau der touristischen Infrastruktur notwendig“, sagte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe am Donnerstag in Schwerin.

Infrastruktur im Land wird vielerorts erweitert
In Plau am See wird derzeit die Uferbefestigung ausgebaut. Im Ostseebad Kühlungsborn sind der Strand aufgespült und die Buhnen verlängert worden. Ausgebaute – oder neugebaute Wasserwanderrastplätze, wie beispielsweise am Kummerower See oder auf der Insel Rügen an der Glewitzer Fähre oder auch Maßnahmen wie der Bau eines familienfreundlichen Spielplatzes und eines Saisonparkplatzes am Strand von Heiligendamm werten das touristische Angebot weiter auf. Der Ausbau des Stadthafens in Waren (Müritz) oder des Peenemünder Hafens machen das Land insbesondere auch für Bootsfahrer und Wassersportler attraktiv. (Ausführliche Informationen – siehe „Ausgewählte Beispiele“, ab Seite 2 f.) „Das ist der richtige Weg, um im Vergleich mit anderen die Nase weiter vorn zu haben. Es geht auch darum, stetig mit neuen Angeboten zu punkten und Gäste zu überraschen. Stimmt die Vielfalt kommen diese auch gern wieder. Diesen eingeschlagenen Kurs werden wir weiter ordentlich unterstützen, denn wir dürfen hier aufgrund der Wettbewerbssituation nicht nachlassen“, mahnte Glawe. Jährlich stellt das Wirtschafts- und Tourismusministerium für Fördermaßnahmen der wirtschaftsnahen Infrastruktur voraussichtlich etwa 50 bis 60 Millionen Euro zur Verfügung.

Verstärkter Ausbau von barrierefreien Stränden im Land
In den Badeorten sind in jüngster Zeit viele barrierefreie Strandzugänge entstanden, unter anderem in der Gemeinde Altefähr auf der Insel Rügen und in der Gemeinde Ostseebad Zinnowitz. Weitere fünf barrierefreie Strandabgänge sind derzeit zwischen den Ostseebädern Bansin und Ahlbeck geplant (im Bereich der Reha-Klinik Ahlbeck, Grenzstraße/Heringsdorf, Sternwarte/Heringsdorf,  Hundestrand/Sackkanal und Fischerei-Erlebnis-Zentrum). „Für Badegäste mit körperlichen Einschränkungen, Familien mit Kinderwagen oder ältere Menschen schaffen wir die Möglichkeit, ohne große Mühen zum Wasser zu gelangen“, betonte Glawe.

Umfangreiches Angebot für Wassersportler
350 Marinas, Sportboothäfen und Wasserwanderrastplätze mit rund 25.000 Liegeplätzen, davon 14.000 an der Küste laden die Gäste zum sportlich aktiven Urlaub ein. Jährlich besuchen etwa 150.000 Wassersportler das Land. Rund 1.400 Wassertourismus-unternehmen mit etwa 7.200 Arbeitsplätzen erwirtschaften einen jährlichen Umsatz in Höhe von rund 474 Millionen Euro, das entspricht rund zehn Prozent des Tourismusumsatzes in Mecklenburg-Vorpommern.

Investitionen Infrastruktur und Tourismusförderung auf hohem Niveau
In den vergangenen 25 Jahren wurden insgesamt über 4.600 Fördervorhaben im Bereich der gewerblichen Tourismusförderung und touristischen Infrastruktur umgesetzt. Die Gesamtinvestitionen belaufen sich auf 6,3 Milliarden Euro. Diese wurden vom Wirtschafts- und Tourismusministerium mit über 2,2 Milliarden Euro bezuschusst. Die Mittel stammen je nach Förderung vom Bund, Land und der EU (Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“; Europäischer Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER)). „Das kontinuierliche Investieren in den Tourismus wirkt sich positiv auf die Gästezahlen aus. In unserem Rekordjahr 2014 konnten wir mit insgesamt 28,7 Millionen Übernachtungen im Land das beste Ergebnis seit der Wende verzeichnen. Und auch die heimische Wirtschaft profitiert – jedes dritte sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnis im Land hängt direkt oder indirekt vom Tourismus ab“, betonte Glawe. Der Bruttoumsatz der Branche im Land beträgt rund 5,1 Milliarden Euro. Rund 173.000 Personen bestreiten durch den Tourismus ihren Lebensunterhalt.

Ausgewählte Beispiele für die Erweiterung der touristischen Angebotspalette an Mecklenburg-Vorpommerns Stränden:

Ausbau des Stadthafens in Waren (Müritz)
Derzeit wird der Stadthafen in Waren an der Müritz (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) umgebaut. Unter anderem soll die Anzahl der Liegeplätze für Sportboote von derzeit 180 auf 250 erweitert, der Schiffsanleger für die Fahrgastschifffahrt neu errichtet und der Uferwanderweg fortgeführt werden. Die Gesamtinvestitionen für die umfangreiche Maßnahme betragen knapp 8,4 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt den Bau mit Mitteln aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von rund 6,6 Millionen Euro. „Der Stadthafen von Waren hat sich mit seiner attraktiven Innenstadtlage zu einem touristisch stark nachgefragten Anlegepunkt entwickelt. Mit den jetzt geplanten Maßnahmen wird das Angebot für Gäste und Anwohner vielfältiger“, sagte Glawe.

Uferbefestigung in Plau am See verbessert
Mit dem Abbruch und dem Neubau der Kaimauer am Nordufer der Elde ist auf 240 Metern ein neuer Abschnitt mit drei Stromsäulen entstanden, so dass Liegeplätze für Tages- und Kurzzeitlieger mit Stromversorgung und barrierefreien Zugängen an beiden Enden der Kaimauer zur Verfügung stehen. Bei dem Vorhaben wurde der Untergrund befestigt und eine neue Stahlspundwand errichtet in zwei Bauabschnitten realisiert. Das Wirtschaftsministerium hat den zweiten Bauabschnitt mit Mitteln aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ und dem Europäischen Landwirtschaftsfonds (ELER) in Höhe von rund 1,16 Millionen Euro unterstützt. Die Gesamtinvestition beträgt 1,66 Millionen Euro.

Strandaufspülung in Kühlungsborn
Im Ostseebad Kühlungsborn sind der Strand aufgespült und die Buhnen verlängert worden. Im westlichen Strandbereich ist eine Verlängerung der bestehenden 42 Buhnen um etwa 10 bis 15 Meter je Buhne bis zur Seebrücke entstanden sowie eine begleitende technische Strandaufspülung von 95.000 Kubikmetern. Die Gesamtinvestitionen belaufen sich auf 2,1 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben mit rund 1,5 Millionen Euro aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW).

Wasserwanderrastplatz am Kummerower See
In der Gemeinde Kummerow (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) ist der Wasserwanderrastplatz am Kummerower See ausgebaut worden, so dass 23 Liegeplätze entstanden sind. Zusätzlich wurde eine rund 90 Meter lange Steinschüttmole im nordöstlichen Bereich des Sees errichtet, um den Wasserwanderrastplatz besser vor Wellengang zu schützen. Im Zuge der Bauarbeiten ist durch Ausbaggerungen die ursprüngliche Wassertiefe zwischen 1,80 bis 2,10 Metern wieder hergestellt worden. Die Gesamtinvestitionen für die Erweiterung betrugen knapp 567.000 Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützte das Vorhaben mit Mitteln aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von rund 471.000 Euro.

Wasserwanderrastplatz an der Glewitzer Fähre auf der Insel Rügen
Am Hafen von Glewitz (Insel Rügen) entsteht derzeit ein Wasserwanderrastplatz mit 35 Gastliegeplätzen und 15 Dauerliegeplätzen. Die Gesamtinvestition des Hafenausbaus beträgt rund 2,3 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben mit Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von knapp 1,8 Millionen Euro.

Modernisierung des Peenemünder Hafens
In Peenemünde (Insel Usedom) wurde der Haupthafen ausgebaut. Beginnend am Bootssteg bis zum Historisch-Technischen Museum wurden unter anderem die Hafenpromenade erneuert, Spundwände und Kaianlagen saniert sowie die notwendigen Anschlüsse für Elektro-, Abwasser- und Trinkwasserversorgung gelegt. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Bauvorhaben in Höhe von 4,7 Millionen Euro aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Verbindung mit dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Die Gesamtkosten betragen rund 5,3 Millionen Euro.

Spielplatz und Saisonparkplatz am Stand von Heiligendamm
In der Nähe der Strandbrücke des Ostseeheilbades Heiligendamm wurde ein behindertengerechter Parkplatz mit 180 Plätzen errichtet. Angrenzend befindet sich ein familienfreundlicher Spielplatz. Das Ministerium für Wirtschaft, Bau und Tourismus fördert das Bauvorhaben mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und aus der „Gemeinschaftsausgabe Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ in Höhe von 485.200 Euro. Insgesamt beläuft sich das Investitionsvolumen mit dem Eigenanteil der Kommune auf 645.000 Euro.

Quelle: regierung-mv.de