(hoga-presse) Keine Große Koalition ohne Mindestlohn: Franz-Josef Möllenberg hat sich im Vorfeld des NGG-Gewerkschaftstages für einen gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro ausgesprochen. Dieser sei Bedingung für sein „Ja“ beim SPD-Mitgliederentscheid, erklärte der scheidende NGG-Chef heute Morgen im Deutschlandfunk-Interview. „Wir brauchen endlich die Absicherung nach unten. Wir brauchen einen Schutz vor Hungerlöhnen, vor Niedriglöhnen“, sagte Möllenberg.

Der NGG-Vorsitzende sprach sich dafür aus, das „große Steuergeschenk an das Beherbergungsgewerbe“, das die schwarz-gelbe Koalition vor vier Jahren gemacht habe, nun zurückzunehmen. Die Reduzierung des Mehrwertsteuersatzes von früher 19 auf jetzt 7 Prozent koste immerhin eine Milliarde Euro pro Jahr. Zudem plädierte Möllenberg für die Erhöhung des Spitzensteuersatzes.

Darüber hinaus sprach sich Möllenberg klar gegen die Rente mit 67 aus. „Ich bin davon überzeugt, dass die Politik begreift: Die Menschen können nicht so lange arbeiten“, sagte der NGG-Chef. Wer in einem Produktionsbetrieb beschäftigt sei, halte Umgebungseinflüsse wie Nässe, Kälte, Hitze, Lärm und Kunstlicht statt Tageslicht einfach nicht so lange aus. Ebenso im Hotel- und Gaststättengewerbe: „Wollen Sie demnächst eine Servicekraft im Gastgewerbe am Rollator sehen?“

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Karin Vladimirov
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