Hersteller sehen mehr Verantwortung für nachhaltigeres Engagement in der Hotellerie

Swissfeel bringt Thema der Abfallvermeidung bei Hotelmatratzen an die Hochschulen

(hoga-presse) Das inhabergeführte Unternehmen aus der Schweiz, mit weiteren Standorten in Deutschland und Österreich, setzt seit der Gründung auf nachhaltige Produkte, die hauptsächlich in der Schweiz hergestellt werden. Swissfeel bietet nun auch studentischem Nachwuchs die Möglichkeit der Forschung: „Technische Lösungsansätze für einen nachhaltigeren Umgang mit Matratzen“ lautet dabei das selbst gestellte Thema des angehenden Ingenieurs Kai Rittmeier für seine Bachelorarbeit.

Der Maschinenbaustudent der Hochschule Hannover, Fakultät II, Maschinenbau und Bioverfahrenstechnik, wird dabei von dem Matratzenhersteller Swissfeel aus Zürich unterstützt. Damit hat sich der Student ein brandaktuelles Thema ausgesucht. Denn mit mehr als 35 bis 40 Millionen – zumeist über die Müllverbrennung – entsorgten Matratzen pro Jahr alleine innerhalb der Europäischen Union, leidet die Umwelt erheblich unter dieser immensen Verschwendung von Ressourcen.

Die Lebensdauer von Matratzen verlängern

Die Idee von Swissfeel hier: Durch Waschen der Matratzen sowohl die Lebensdauer zu verlängern als auch am Ende ein Recycling zu ermöglichen. Denn das Problem jeder Matratze ist die bei Benutzung nicht zu vermeidende Kontamination mit gesundheitsgefährdenden Erregern und anderen Substanzen, was speziell in der Hotellerie zu einem frühen Austausch von Matratzen führt.

„Mit unseren Produkten bieten wir die ideale Voraussetzung für eine langjährige Verwendung der Matratzen in der Hotellerie. Und das ohne Verlust von Komfort oder zum Nachteil der Bettenhygiene. Der hochwertige Mineralschaum, den wir für die Herstellung unserer Matratzen einsetzen, wird übrigens ebenfalls in der Schweiz produziert“, so Philipp Hangartner, Geschäftsführer von Swissfeel.

Uni-Forschungsprojekt zum langfristigen Erhalt von Matratzen

Swissfeel verfügt bereits über patentierte Verfahren, die Problematik der frühzeitigen Entsorgung von Matratzen zu lösen. Laut Swissfeel ist so ein Thema nie wirklich ausgereizt, weshalb auch weiter geforscht wird. Im Rahmen der Nachwuchsförderung von Swissfeel erhält der Student daher neben einem Stipendium sowie einer technischen Ausstattung auch Zugang zum Labor der Firma. In der Niederlassung Lehrte bei Hannover werden unter anderem Verfahren zum Waschen und Trocknen von Matratzen erarbeitet und getestet.

Kai Rittmeier ist überzeugt davon, dass auch regelmäßig auszutauschende Produkte wie Hotelmatratzen länger halten können, ohne dabei an Qualität zu verlieren: „Mich reizt an dem Thema die Pionierarbeit zu einem Produkt wie das der Matratze, was von jedem Menschen benötigt wird und wo technische Lösungen darüber entscheiden können, ob es eine Belastung für die Umwelt bleibt oder umweltneutral genutzt werden kann.“

Mit einem ortsansässigen Maschinenbauunternehmen werden die technischen Entwürfe realisiert und erprobt. Prof. Quaß von der Hochschule Hannover und betreuender Erstprüfer der Bachelorarbeit: „Praxisnahe Themen mit großem Wirkungspotenzial, gerade wenn es sich um die Umwelt handelt und zudem mit forschendem Charakter, sind natürlich für jede Studentin und jeden Studenten eine tolle Chance, auch wenn die Entwicklungs- und Reifezeiten technischer Lösungen den Zeitrahmen einer Bachelorarbeit bei Weitem übersteigen.

Doch hier an Lösungsansätzen mitzuwirken und sich dabei entfalten zu können, ist die ideale Verknüpfung von Wissenschaft und Praxis. Und so sind wir allen Unternehmen dankbar, die trotz der Pandemie ihre Nachwuchsförderung weiter betreiben und damit unsere Studentinnen und Studenten auf den Start in das Berufsleben vorbereiten.“

Bereits 2018/2019 hatte Swissfeel das studentische Ingenieurbüro der Hochschule Hannover mit einem Projekt gefördert.

Quelle: Wolf-Thomas Karl, 30.04.2021
Bildquelle: Swissfeel