(hoga-presse) Jutta Gerkan, wirtschafts- und tourismuspolitische Sprecherin der bündnisgrünen Landtagsfraktion Mecklenburg-Vorpommern, unterstreicht anlässlich ihrer Sommertour die Bedeutung der naturnahen Landwege in Mecklenburg-Vorpommern. Im Gegensatz zu anderen Bundesländern sind die oftmals von Alleen gesäumten unverbauten Landwege in Mecklenburg-Vorpommern noch reichlich vorhanden. Doch auch hierzulande werden diese immer häufiger durch motorisierten Freizeitverkehr genutzt.

Jutta Gerkan:

“In diesen Tagen bin ich im Land viel mit dem Fahrrad unterwegs und erlebe die Schönheit der hiesigen Landschaften, insbesondere in der Mecklenburgischen Seenplatte, aus Perspektive der wertvollen naturnahen Landwege. Mit Sorge betrachte ich deshalb Entwicklungen, dass diese einst verkehrsberuhigten Bereiche mehr und mehr von motorisiertem Freizeitverkehr genutzt werden. Ein aktuelles Beispiel lässt sich aus dem Landkreis Ludwigslust-Parchim anführen.

Dort setzen sich Naturfreunde für Verkehrsbeschränkungen im Landweg Kuppentin-Plau ein. Dieser herausragende ländliche Weg besticht durch seine Qualität als Lebensraum für teils streng geschützte Tierarten wie Rebhuhn, Feldlerche, Kranich. Deshalb ist der rund acht Kilometer lange Weg auch seit vielen Jahren als Flächennaturdenkmal geschützt. Der Weg wird in letzter Zeit zunehmend durch Quads und Offroadmotorräder genutzt. Nach Zählungen der Anwohnerinnen und Anwohner sorgen bis zu 40 dieser lautstarken Fahrzeuge insbesondere ab den Wochenenden für eine enorme Beunruhigung und Störung der dort lebenden Tierarten und der Erholung suchenden Menschen. Ich appelliere deshalb an die zuständige Ordnungsbehörde im Amt Eldenburg Lübz, der Initiative der Bürgerinnen und Bürger zu folgen, und für diesen Weg eine Verkehrsbeschränkung durchzusetzen. Es gibt laut Straßen- und Wegegesetz des Landes keinen Anspruch aller Verkehrsteilnehmer, jeden Weg nutzen zu dürfen.

Naturnahe Landwege, noch dazu als Naturdenkmal geschützt, sind keine Rennstrecken, sondern dienen in erster Linie als mäßig genutzte Ortsverbindung. Neben dem landwirtschaftlichen Verkehr bleibt ausreichend Raum für naturliebende Anwohnerinnen und Anwohner, für Radler und Wanderer. Wir sollten mit diesem Schatz sorgfältig umgehen.”

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