(hoga-presse) Sachsens Gastgewerbe wünscht sich ein faires 2016. Präsident des DEHOGA Sachsen e. V. sprach zum Neujahrsempfang des VSW.

Helmut Apitzsch, Präsident des DEHOGA Sachsen e. V. und gleichzeitig Direktor des Hotel Mercure Kongress Chemnitz, sprach am gestrigen Abend beim Neujahrsempfang der Vereinigung der sächsischen Wirtschaft (VSW) im TSW Radebeul. Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband Sachsen (DEHOGA) e. V. ist das „jüngste“ Mitglied im VSW und darf daher in diesem Jahr Stellung zu den wirtschaftlichen Herausforderungen 2016 beziehen.

Neben einem Rückblick auf die Weihnachts- und Jahreswechselsaison für sächsische Hoteliers und Gaststättenbetreiber spielten dabei vor allem die Flüchtlingsproblematik und der Mindestlohn eine entscheidende Rolle. Bei der Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt ist die Wirtschaft gefragt und dies bringt Änderungen auch für das Gastgewerbe mit sich.

Ein Jahr nach der Einführung des Mindestlohns zog Apitzsch zudem Bilanz der bisherigen Debatten und einer durchgeführten Studie zum Thema mit der SRH Hochschule Berlin, Campus Dresden. Seit dem Inkrafttreten des Mindestlohngesetzes kämpfen die Hotellerie- und Gastronomiebetriebe mit den gesetzlichen Vorgaben und der bürokratischen Mehrarbeit. Eine Besserung ist bisher noch nicht in Sicht, wenngleich aufgrund einiger Änderungen weniger Zeit für die Gäste selbst bleibt – dem Hauptaugenmerk der Gastronomie- und Hotelbetriebe.

Apitzsch dazu bereits im letzten Jahr: „Es wird deutlich, dass die Zeit, sich um den Gast zu kümmern, unter der aufgezwungenen bürokratischen Mehrarbeit erheblich eingeschränkt wird. Die unternehmerischen Freiheiten von ‚Gastgebern’ dürfen nicht weiter eingeschränkt werden. Daher fordern wir, dass Arbeitgeber die Arbeitszeiten auf Grundlage der europäischen Arbeitszeitrichtlinie mit wöchentlich maximal 48 Stunden zur Anwendung kommen lassen und mit den Mitarbeitern auf Freiwilligkeit Vereinbarungen treffen dürfen.“ Dieser Forderung hat Apitzsch beim gestrigen Neujahrsempfang Nachdruck verliehen und kämpft so gegen die durch den Mindestlohn begründeten Reduzierungen der Öffnungszeiten, Freisetzung von Mitarbeitern und finanziellen Verlusten, die zu Betriebsschließungen führen.
Weitere Infos: www.dehoga-sachsen.de

Bei Presserückfragen: Helmut Apitzsch, Telefon 0351 4289819, oder Peter Dyroff (MEDIENKONTOR),

Quelle: Pressemitteilung DEHOGA Sachsen vom 15.01.2016.