(hoga-presse) Die Bremer Touristik-Zentrale teilt mit: Die Beherbergungsbetriebe in der Stadt Bremen verzeichneten in den ersten sechs Monaten des Jahres 2013 ein Plus von 7,2 Prozent bei den Übernachtungen (absolut 776.672 Übernachtungen). Ein Rekord. Erstmalig zählte das Statistische Landesamt über 100.000 Übernachtungen in jedem Monat. Bislang lagen vor allem der Januar und der Februar unter dieser Marke. Der Mai ist mit seinen 157.983 Übernachtungen der Monat mit den meisten Übernachtungen, die je in der Stadt Bremen gezählt wurden. Im Bundesland Bremen wurde ein Anstieg der Übernachtungen von 5 Prozent verzeichnet. Im Schnitt blieben die Gäste 1,8 Nächte (Ausland 2 Nächte) in der Stadt Bremen. Die Bettenauslastung liegt bei 41,5 Prozent und liegt damit einen Prozentpunkt höher als im ersten Halbjahr 2012.

Gut drei Viertel aller Übernachtungen in der Stadt Bremen wurden von deutschen Reisenden gebucht. Die Übernachtungszahlen aus dem Ausland stiegen um 6,8 Prozent. An Platz eins der Auslandsmärkte liegt Großbritannien mit 18.075 Übernachtungen (+ 18,6 Prozent), danach folgen die Niederlande mit 14.873 Übernachtungen (+ 1,6 Prozent). Frankreich belegt mit 11.098 Übernachtungen (+ 16,9 Prozent) den dritten Platz. Damit löst das deutsche Nachbarland die USA als TOP-3-Auslandsmarkt ab. Beachtenswert ist auch die Entwicklung der Gäste aus China. Die Besucherzahlen aus dem asiatischen Land lagen zwar auf Vorjahresniveau (1.560 Ankünfte, -0,6 Prozent), doch blieben die Touristen mit 2,2 Nächten länger als vorher und steigerten die chinesischen Übernachtungszahlen somit um 13 Prozent (3.391 Übernachtungen).

Die Gründe für den Anstieg der Übernachtungszahlen sind vielfältig. Großveranstaltungen bringen viele Reisende an die Weser. So kamen im März 1.500 Teilnehmer zur Jahrestagung der Vereinigung angewandter Mikrobiologie. 1.200 Gäste kamen zur Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Nuklearmedizin. Besonders über die Akquise des Internationalen Trainerkongresses des Bundesverbandes Deutscher Fußballlehrer ist Peter Siemering, Geschäftsführer der Bremer Touristik-Zentrale (BTZ) froh. Die BTZ hatte entscheidend dazu beigetragen, diese Veranstaltung mit über 1.000 Teilnehmern zu akquirieren. Aber auch die Tischtennis-Weltmeisterschaft der Senioren hatte für mehr Betrieb in den Hotels und Umsätze in der Stadt gesorgt.

“Der Trend zu Städtereisen bleibt weiterhin aufrecht”, resümiert der BTZ-Chef. Deutschland ist und bleibt das beliebteste Reiseziel der Deutschen und auch Bremen kann davon profitieren. Durch die neuen Hotelprojekte in Bremen und die steigenden Bettenzahlen findet außerdem ein autonomes Wachstum statt, da viele der neuen Hotels großen Ketten angehören und dadurch das Marketing für die Stadt zusätzlich steigern.
Ein intensives Marketing mit vielen Partnern soll für weiter steigende Zahlen sorgen, gerade auch im Geschäftsreiseverkehr. „Wir sind auf über dreißig Messen weltweit vertreten, machen international Pressearbeit, schalten Anzeigen und bewerben Bremen durch Online-Marketing“, berichtet Siemering. Sogar auf drei Ryanair-Flugzeugen prangt inzwischen die E-Mail-Adresse www.bremen-tourismus.de und wirbt in unterschiedlichen Zielen in ganz Europa für die Hansestadt. Wichtig ist dem Tourismuschef aber vor allem die weiterhin enge Zusammenarbeit zwischen den touristischen Leistungsträgern im Verkehrsverein der Freien Hansestadt Bremen. “Nur wenn wir unsere Angebote und Marketingkräfte bündeln sind wir gemeinsam stark.”

Nach 2000, 2005 und 2009 liegen nun die Ergebnisse der aktuellen Gästebefragung der BTZ vor. Zirka 1.000 Touristen in Bremen wurden nach Herkunft, Reisegrund und Ausgaben während ihres Aufenthaltes in der Stadt befragt. Pauschal gesagt, ist der typische private Bremen-Reisende ein 44 Jahre alter Deutscher (oder Deutsche), reist mit dem Partner per Auto in die Hansestadt, gibt ohne Übernachtung 55 Euro in der Stadt aus und macht am liebsten Sightseeing in der historischen Innenstadt.
Ein Viertel der befragten Gäste war im Universum, 23 Prozent im Übersee-Museum, 10 Prozent besuchen Freunde und Verwandte, 82 Prozent das Schnoorviertel und 80 Prozent die Schlachte. Die Gesamtzufriedenheit mit dem Bremen-Besuch benoteten 88 Prozent mit gut bis sehr gut (33 Prozent sehr gut). Insgesamt müsse man jedoch berücksichtigen, so Siemering, dass etwa 75 Prozent aller Übernachtungsgäste aus geschäftlichen Gründen in Bremen übernachteten. Deshalb seien Messen, Kongresse und der Firmensitz großer Unternehmen an der Weser so wichtig für das Gastgewerbe wie auch für den Airport Bremen mit dem die BTZ eng zusammenarbeitet.

Für die zweite Jahreshälfte ist Siemering zuversichtlich, dass große Veranstaltungen wiederum viele Gäste in die Stadt bringen werden. So zähle die European Conference on Visual Perception Ende August beispielsweise 850 Teilnehmer. Im November bringe der Kongress “Wissenswerte” wieder fast 500 Wissenschaftsjournalisten nach Bremen. Auch für die kulturinteressierten Touristen und Städtereisenden gibt es viele spannende Punkte auf dem Terminkalender. So eröffnet im Oktober die neue Dauerausstellung “Afrika” im Übersee-Museum. “Sie.Selbst.Nackt” heißt die ungewöhnliche Sonderschau im Paula-Modersohn-Becker-Museum ab 20. Oktober. Das GOP-Varieté Theater und das neue Steigenberger-Hotel eröffnen Ende August / Anfang September und die traditionell starke Herbst-/Wintersaison mit Freimarkt, Weihnachtsmarkt und Schlachte-Zauber wird ebenfalls für viele Gäste sorgen.

Auch das nächste Jahr sieht vielversprechend aus, eröffnet doch beispielsweise die Picasso-Ausstellung der Kunsthalle im Februar. Diese Sonderschauen bringen regelmäßig viele Kunstinteressierte nach Bremen. “Im Mai 2014 findet außerdem der Germany Travel Mart statt, eine Veranstaltung der Deutschen Zentrale für Tourismus”, so Peter Siemering. Zu diesem größten Incoming-Workshop für das Reiseland Deutschland werden mehr als 1.000 Einkäufer und Journalisten aus der ganzen Welt erwartet. “Wir sind sehr stolz darauf, diese Veranstaltung nach über fünfzehn Jahren wieder in Bremen zu haben und zeigen die Stadt von ihrer allerbesten Seite”, so der Tourismus-Chef.

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