(hoga-presse) Jahreshauptversammlung des DEHOGA Hessen Kreisverband  Frankfurt am Main e. V.  2013 / Thema: Wirtschaftsstandort Frankfurt und die Rolle von Hotellerie und Gastronomie, Stärkung der DEHOGA Strukturen

FDie Jahreshauptversammlung des DEHOGA Hessen Kreisverband Frankfurt am Main e. V. am 28. Oktober im Hotel Hessischer Hof beschäftigte sich mit Trends und Entwicklungen des Gastgewerbes in der Metropolregion. Rund 120 Mitglieder, Fördermitglieder und Gäste des Verbandes nahmen an der Veranstaltung teil.

Viele Themen haben den Verband 2012 begleitet: Unter anderem eine Imagekampagne im Bereich Ausbildung und politische Themen, wie z. B.  Hygieneampel, Minijobs oder GEMA. „Auch in Frankfurt ist das politische Geschehen spannend“, sagt Eduard M. Singer, 1. Vorsitzender des DEHOGA Hessen Kreisverbandes Frankfurt e.V., der Frankfurt als eine moderne Stadt bezeichnet, die mit 7,1 Millionen Übernachtungen pro Jahr und 40 000 Hotelbetten aufwarten kann. „Eine Branche, die zum Ansehen und dem Image der Stadt wesentlich beiträgt, sie lebendig und unwahrscheinlich herzlich macht. Tourismus muss auch zukünftig politisch im Römer ein Thema sein“, so Singer.

Vom Umgang mit wirtschaftlichen und gesetzlichen Rahmenbedingungen sprach DEHOGA Hessen Präsident Gerald Kink. „Es geht nicht nur um gutes Essen und weiche Betten, die werden schließlich vorausgesetzt. Es geht auch darum, unter welchen Bedingungen Unternehmer heute und in Zukunft noch Freude und Motivation haben, einen Beruf – eine Berufung – zu wählen, der immer noch unter einer insgesamt mangelnden Anerkennung leidet.“

In die Zukunft der Unternehmer blickte Vanessa Borkmann (Fraunhofer-Institut) in ihrem Impulsvortrag. Darin widmete sie sich dem Thema „Trends und Entwicklung Chancen und Risiken des Hotelmodels 2020“ und lieferte „Zündstoff“ für die anschließende Podiumsdiskussion. Hochkarätige Gäste aus Tourismus, Politik und dem Gastgewerbe diskutierten, moderiert von Mechthild Harting (FAZ), die Frage: „Wirtschaftsstandort Frankfurt – Welche Rolle nehmen Hotellerie und Gastronomie in der Metropolregion in Zukunft ein?“

Für einen spannenden Austausch sorgten Themen, wie das wachsende Kongressgeschäft und seine Auswirkungen auf die Frankfurter Hotellerie oder neue Hotelkonzepte. Während Martina Fidlschuster (HOTOUR GmbH) sich fragte, „wie viele Hotels Frankfurt verträgt“, fordert Alexander A. Gorjina, Hotelier der Villa Oriental und Inhaber des ersten orientalischen Themenhotels Europas, dass bis 2017 die Übernachtungszahlen auf 11 Millionen steigen müssen. Zuversichtlich sah dies Thomas Reichert, Vizepräsident und Vorsitzender IHK-Tourismusausschuss, der den Tourismus in diesem Zusammenhang als eine gewinnbringende Branche bezeichnete.

Der Frankfurter Gastronom Thomas Klüber (Oosten, Walden) stellte am Beispiel seiner Inhaber geführten Restaurants sein Erfolgskonzept vor. Frankfurt verfügt über ca. 5.000 Gastronomiebetriebe. Im Gastgewerbe sind 21.000 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte tätig. Klüber wies darauf hin, dass in Frankfurt heute schon 40 Prozent der Gastronomie Free-Flow-Konzepte sind. „Als Gastronomen wollen wir Menschen aber in die Augen sehen und Konzepte anbieten, die qualitativ hochwertig und nicht durch und durch standarisiert sind“, so Klüber. Dieter von Lüpke, Leiter des Stadtplanungsamtes, befürwortete zwar nicht alle Forderungen der Unternehmer, war sich aber in einem Punkt sicher. Auch er möchte auf längere Sicht „Frankfurt als Zielort ausmachen.“ In seinem Schlussplädoyer schlug E. M. Singer, 1. Vorsitzender des DEHOGA Hessen Kreisverband Frankfurt e. V. und Generaldirektor des Hotel Hessischer Hof ein zentrales Marketing und einen regelmäßigen runden Tisch, mit den jeweiligen verantwortlichen Dezernenten, dem OB, der TCF GmbH, IHK und den Erfa-Gruppen vor: „Hotellerie und Gastronomie sind das Gesicht der Stadt und vermitteln dem Besucher Gefühl und Wohlbefinden in der Region – Fazit gemeinsam für Frankfurt!“

Rebecca Berg
Verbandskommunikation
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