(hoga-presse) Ausschlaggeben für die Annahme und Beibehaltung eines Arbeitsplatzes sind betriebliche und nicht regionenspezifische Faktoren.

Die Berliner Unternehmensberatung Deutsch Consulting hat letzte Woche eine Studie mit dem Titel „Die regionenspezifischen Faktoren des Fachkräftemangels in der Hotellerie am Beispiel Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern“ veröffentlicht. Sie wurde von Deutsch Consulting sowohl erstellt als auch finanziert.

Wesentliches Ziel der Studie ist zu untersuchen, ob es regionenspezifische Faktoren für einen möglichen Fachkräftemangel gibt und welche Ansprüche und Erwartungen Fachkräfte heute an einen Arbeitsplatz in der Hotellerie haben. Nur wenn die Ursachen für den sich abzeichnenden Fachkräftemangel bekannt sind und die Bedürfnisse der Fachkräfte verstanden werden, ist es laut Deutsch Consulting möglich, darauf abgestimmte, konkrete und somit effektive Maßnahmen für das Finden und Binden von Mitarbeitern für die Hotellerie zu entwickeln.

Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass nicht die regionenspezifischen Faktoren, wesentlich für die Entscheidung der Fachkräfte bei der Annahme und Beibehaltung eines Arbeitsplatzes in der Hotellerie sind. Viele Fachkräfte würden einen Arbeitsplatz auch bei offensichtlichen Standortnachteilen wie schlechter Verkehrsanbindungen, mangelndem Wohnraum und ungenügenden Kinderbetreuungsmöglichkeiten annehmen, solange die betrieblichen Faktoren Ihren Anforderungen entsprechen.

Fachkräfte fordern personalpolitische Maßnahmen

Individuelle berufliche Weiterbildungsmaßnahmen und eine zu den regionalen Lebenshaltungskosten verhältnismäßige Lohnhöhe sind dabei besonders relevante Faktoren. Die Studie zeigte, dass vor allem langjährige Fachkräfte und stellvertretende Abteilungsleiter das Verhältnis zwischen ihrer Lohnhöhe und der Höhe der Lebenshaltungskosten als (komplett) unverhältnismäßig empfinden. Dies stellt für einige auch einen Grund für das Verlassen der Regionen dar. Auch für junge Fachkräfte ist die Lohnhöhe einer der wesentlichsten Faktoren bei der  Entscheidung für einen Arbeitsplatz.

Weiterhin ergab die Studie, dass die meisten Fachkräfte, insbesondere die der Generation Y, ein enorm starkes Bedürfnis nach beruflicher Weiterbildung und individuellen Maßnahmen des Personalmanagements haben. Sie legen dabei besonders hohen Wert auf Möglichkeiten der (innerbetrieblichen) beruflichen Weiterentwicklung.
Zur Überraschung vieler Hoteliers ist auch das Image des Arbeitgebers (Stichwort: Employer Branding) ein wesentlicher Faktor bei der Auswahl eines Arbeitsplatzes in der Hotellerie.

Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern sind für viele Fachkräfte attraktiv
Bezüglich der regionenspezifischen Besonderheiten ergab die Studie unter anderem, dass die landschaftlichen Besonderheiten Brandenburgs und Mecklenburg-Vorpommerns einen besonderen Anreiz für einheimische und zugezogene Fachkräfte darstellen. So ist der Hälfte aller befragten, in einer Groß- oder Mittelstadt aufgewachsenen Fachkräfte eine attraktive und ruhige Lage ihres Arbeitsplatzes langfristig wichtig.

Für die Bundesländer spricht weiterhin, dass sich alle befragten, bereits in Brandenburg oder Mecklenburg-Vorpommern arbeitenden Fachkräfte vorstellen können auch langfristig in den Regionen zu bleiben. Insgesamt gibt es ein hohes Potenzial an Fachkräften sowohl aus den betreffenden als auch aus anderen Regionen, die sich sehr gut vorstellen können, speziell in Brandenburg oder Mecklenburg-Vorpommern zu arbeiten.

Hotels müssen handeln und ungenutzte Potenziale ausschöpfen

Eine weitere Erkenntnis der Studie ist, dass viele Maßnahmen zum Finden und Binden von Mitarbeitern bisher wenig bis gar nicht von den Hotels eingesetzt werden. Potenziale bei der Rekrutierung und Bindung von Fachkräften bleiben so oft ungenutzt.

Laut Deutsch Consulting müssen Hoteliers um langfristig im Kampf um die Fachkräfte bestehen zu können – sowohl in der eigenen als auch in Konkurrenz zu anderen Branchen – dringend individuelle und insbesondere auf die Bedürfnisse der Fachkräfte abgestimmte Maßnahmen ergreifen. Schon heute sind gut ausgebildete Fachkräfte in einer selbstbewussten Verhandlungsposition. Nur durch die Anpassung der Recruiting- und Personalbindungsmaßnahmen an die konkreten Bedürfnisse der Fachkräfte lässt sich ein Fachkräftemangel vermeiden.

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http://deutsch-consulting.de/aktuelle-studie-2013-die-regionenspezifischen-faktoren-des-fachkraeftemangels-in-der-hotellerie-am-beispiel-brandenburg-und-mecklenburg-vorpommern/

Christina Deutsch
und Eva-Maria Deutsch
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