(hoga-presse) Im neuen Schuljahr können erstmals auch Kindergartenkinder im Freistaat einmal pro Woche in den Genuss von kostenlosem Obst und Gemüse kommen. Ernährungsminister Helmut Brunner hat dazu das bayerische Schulfruchtprogramm auf Kindergärten und Häuser für Kinder ausgedehnt. „Mit einer gesunden Ernährung kann man gar nicht früh genug anfangen“, sagte Brunner zum Schulstart in München. Studien zufolge essen Kita-Kinder zu wenig Obst und Gemüse. Das will der Minister ändern und setzt dabei ein ehrgeiziges Ziel: Bis 2017 sollen 4 800 Einrichtungen mit 300 000 Kindern an dem Programm teilnehmen – zusätzlich zu den Schulen, wo sich das Schulfruchtprogramm inzwischen größter Beliebtheit erfreut: Rund 350 000 Schülerinnen und Schüler erhalten derzeit einmal pro Woche frisches Obst und Gemüse. 80 Prozent der berechtigten Grund- und Förderschulen Bayerns nehmen bereits an dem Programm teil.

Die Ausdehnung des Schulfruchtprogramms auf die Kindergärten ist nach Aussage des Ministers eine „wichtige ernährungs- und gesellschaftspolitische Initiative, die sich langfristig auszahlt“. Gerade im frühesten Kindesalter seien die Chancen groß, die Wertschätzung für Obst und Gemüse zu wecken und so den Grundstein für dauerhaft gesunde Ernährung zu legen. Finanzierbar geworden ist die Ausdehnung laut Brunner, weil die EU, die bislang 50 Prozent der Kosten übernommen hat, ihren Anteil auf 75 Prozent erhöht. Dadurch stehen im kommenden Schuljahr insgesamt 5,6 Millionen Euro EU-Mittel für das Förderprogramm zur Verfügung. Weitere drei Millionen Euro stellt der Freistaat aus Landesmitteln bereit.
Interessierte Kindertageseinrichtungen können sich ab sofort mit einem zugelassenen Schulfrucht-Lieferanten in Verbindung setzen und den notwendigen Liefervertrag schließen. Die Lieferanten sowie Detailinformationen finden sich unter www.schulfruchtprogramm.bayern.de.

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