(hoga-presse) Verbraucherschutz: aktueller Bericht des Landesamtes zur Lebensmittelsicherheit. Im Interesse des Verbraucherschutzes wurden im vergangenen Jahr in Sachsen-Anhalt 11.472 Proben Lebensmittel sowie 1.131 Kosmetika und weitere Bedarfsgegenstände auf gesundheitliche Unbedenklichkeit und rechtmäßige Beschaffenheit geprüft. Bei Lebensmitteln inklusive der Erzeugnisse nach Weinrecht gab es 1.278 Beanstandungen – mit 530 die meisten wegen fehlerhafter Kennzeichnung. 122 Produkte wurden als nicht zum Verzehr geeignet aus dem Verkehr gezogen, weitere 124 Produkte wiesen Hygienemängel auf. Das geht aus dem Jahresbericht 2013 über Untersuchungen zur Lebensmittelsicherheit hervor, der am Mittwoch im Landesamt für Verbraucherschutz LAV in Halle vorgestellt wurde.

Neben hygienischen Auffälligkeiten und inakzeptablen Bezeichnungsmängeln wurden Lebensmittel, Bedarfsgegenstände und Kosmetikartikel auch beanstandet, weil unter anderem die Zusammensetzung nicht den Vorschriften entsprach. Insgesamt wurden im Bereich Lebensmittel elf Prozent der risikoorientiert entnommenen Proben beanstandet, bei Kosmetika und Bedarfsgegenständen waren es 14 von 100 Proben.

Verbraucherschutzminister Norbert Bischoff betonte bei der Vorstellung des Jahresberichtes den hohen Stellenwert für den Verbraucherschutz in Sachsen-Anhalt. Ziel sei es, dass allein gesundheitlich unbedenkliche sowie sichere und in der Rezeptur einwandfreie Lebensmittel und Bedarfsgegenstände angeboten werden. Bischoff sagte: „Wir zeigen auch jenen die rote Karte, die den Verbraucher und die Verbraucherin bewusst in die Irre führen und täuschen.“ Die Zahl der Beanstandungen wertete der Minister als „Beleg für einen effektiven risikoorientierten Verbraucherschutz in Sachsen-Anhalt“. Er sagte: „Würden wir nichts Auffälliges finden, müsste ich mir Sorgen machen.“ Bischoff dankte den Landkreisen und kreisfreien Städten, die für die Lebensmittelkontrolle vor Ort verantwortlich zeichnen, sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Landesamt für Verbraucherschutz, die in den Laboren die Untersuchungen durchführen und alle Proben sachverständig beurteilen. Bischoff: „Kompetenz, Sachverstand und Engagement machen den Fachbereich Lebensmittelsicherheit und das gesamte Landesamt zu einer wichtigen Säule für einen wirksamen Verbraucherschutz in Sachsen-Anhalt.“

Der Fachbereich Lebensmittelsicherheit ist auch an zahlreichen bundes- und europaweiten Überwachungs- und Monitoringprogrammen beteiligt. Öffentliche Aufmerksamkeit gab es 2013 unter anderem für Untersuchungen von Fertigprodukten, in denen nicht deklariertes Pferdefleisch vermutet worden war.

Der vollständige Jahresbericht „Untersuchungen zur Lebensmittelsicherheit 2013“ ist im Internet auf den Seiten www.verbraucherschutz.sachsen-anhalt.de im Menübereich Publikationen veröffentlicht.

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