(hoga-presse) Lebensraum und Klimaarchiv. Der versteinerte Wald von Chemnitz. Das aktuelle Thema des „Freiberger Kolloquiums“ am 1. März 2018, 19:30 in der terra mineralia in Freiberg.

Der versteinerte Wald von Chemnitz

Er wird auch als „Pompeji des Perms“ bezeichnet: der versteinerte Wald von Chemnitz. Vor rund 300 Millionen Jahren fand hier ein überaus explosiver Vulkanausbruch statt. Unter der Glut-Aschewolke ist nicht nur eine spektakuläre Fossillagerstätte erhalten geblieben, sondern ein gesamtes Ökosystem aus Pflanzen und Tieren und deren Interaktionen wurde an Ort und Stelle konserviert. Spektakuläre Funde berichten über Leben und Sterben einer tropischen Oase und über die zerstörende Kraft des Vulkanismus. Bei der Analyse und Erforschung der fossilen Lagerstätte bildet ein Paläoboden des vorzeitlichen Wald-Ökosystems eine Schlüsselrolle. In einer Höhle, wenige Zentimeter unter der Erdoberfläche im Baumwurzelgeflecht, wurden sogar Abdrücke von Skorpionen gefunden. In einem Fall ein männliches und ein weibliches Exemplar in enger räumlicher Beziehung. Die Krönung der Indiskretion hierzu zeigt der Vortrag von Herrn Prof. Dr. Ronny Rößler auf. Er ist Direktor des Museums für Naturkunde in Chemnitz.

Die Veranstalter des „Freiberger Kolloquiums“ laden herzlich dazu ein. Veranstaltungsort ist der Vortragssaal der terra mineralia im Schloss Freudenstein, Schlossplatz 4 in 09599 Freiberg. Der Eintritt ist frei!

Über das Freiberger Kolloquium

Das „Freiberger Kolloquium“ ist eine populärwissenschaftliche Vortragsreihe des Sächsischen Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie, des Sächsischen Oberbergamtes, des Geokompetenzzentrum Freiberg e. V., des Sächsischen Staatsarchivs/Bergarchiv Freiberg, der TU Bergakademie Freiberg und der terra mineralia.

Sächsische Staatskanzlei
Chef der Staatskanzlei
Staatsminister Oliver Schenk
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Quelle: Pressemitteilung Sächsische Staatskanzlei vom 23.02.2018.
Bildquelle: pixabay.com.

Über terra mineralia in Freiberg

Mineralienausstellung der TU Bergakademie Freiberg.

Alle Ausstellungsstücke der terra mineralia stammen aus der „Pohl-Ströher Mineralienstiftung“. Die Schweizerin Dr. Erika Pohl-Ströher überließ im Jahr 2004 ihre einzigartige Sammlung der TU Bergakademie Freiberg als Dauerleihgabe. Damit erhielt die Freiberger Universität eine der bedeutendsten und wertvollsten privaten Mineralsammlungen der Welt. In der terra mineralia sind die edlen Stücke seit Oktober 2008 dauerhaft für die Öffentlichkeit zugänglich.

hre Mineraliensammlung trug Dr. Erika Pohl-Ströher über eine Zeitspanne von mehr als 60 Jahren zusammen. Sie ist nach regionalen Gesichtspunkten geordnet. Obwohl Frau Pohl-Ströher nicht an die mögliche Einrichtung einer öffentlichen Ausstellung dachte und sie nie das Ziel verfolgte, alle nur möglichen Fundstellen der Welt mit hervorragenden Stufen zu belegen, ist es ihr erstaunlicherweise erfolgreich gelungen, eine umfassende Sammlung mit wunderschönen Mineralien von allen Kontinenten aufzubauen. Ihr besonderes Interesse galt nicht unbedingt der Stufengröße, sondern eher der Formen- und Farbenvielfalt der Kristalle. Dabei legte sie großes Augenmerk auf Qualität und ästhetische Ausbildung, sodass ihre Sammlung einen enormen Schauwert besitzt.

Die Sammlung wuchs vor allem während einer Zeit, als es den verantwortlichen Betreuern der Freiberger Mineralogischen Sammlung nur beschränkt möglich war, internationale Spitzenstücke zu erwerben. Zu DDR-Zeiten gab es weder die Reisemöglichkeiten, um an bedeutenden Mineralienverkaufsmessen teilzunehmen, noch die entsprechenden finanziellen Bedingungen, um an derart erstklassiges Material heranzukommen. Durch den Aufbau eines internationalen Tauschringes konnte in Freiberg zwar die Systematiksammlung komplettiert werden, aber solche ästhetische Spitzenqualitäten, wie sie Frau Dr. Pohl besitzt, waren nur schwer zu bekommen. Ganz besonders auch dadurch stellt ihre private Kollektion eine hervorragende Ergänzung und Erweiterung der bereits bestehenden wissenschaftlich wertvollen Geowissenschaftlichen Sammlungen der Freiberger Alma Mater dar. Die Stiftung ist zudem eine einmalige Gelegenheit, derartig erstklassiges Material zu erhalten, denn das Budget der Universität für Neueinkäufe ist auch heute noch sehr beschränkt.

Bei einem großen Teil der Mineralstufen der Sammlung Pohl-Ströher handelt es sich um Kabinettstücke von hoher Qualität. Der Betrachter wird durch die Farben- und Formenvielfalt erstklassig ausgebildeter Kristalle optisch förmlich überwältigt. Die Prunkstücke, die den Besucher erwarten, stammen aus der ganzen Welt und sind für Laien und Sammler gleichermaßen ein Augenschmaus. Dabei handelt es sich sowohl um Mineralstufen von historischen als auch von aktuellen Fundstellen.

Öffnungszeiten terra mineralia

Montag – Freitag 10 – 17 Uhr (für Schulklassen öffnet die Ausstellung gern früher – bitte kontaktieren Sie die Infotheke).
Samstag – Sonntag 10 – 18 Uhr (auch feiertags)

Schließtage 2018:
Montag, 8. Januar 2018
Montag, 9. April 2018
Montag, 2. Juli 2018
Montag, 24. September 2018
sowie am 24. und 31. Dezember 2018

Erfahren Sie mehr unter: http://www.terra-mineralia.de/deutsch/informationen.