Kunstministerin Dr. Eva-Maria Stange: „Visuelles Inventar der DDR“
Plakatausstellung „Voll der Osten“ mit Bildern von Harald Hauswald eröffnet

(hoga-presse) Plakatausstellung „Voll der Osten“ mit Bildern von Harald Hauswald eröffnet. Kunstministerin Dr. Eva-Maria Stange: „Visuelles Inventar der DDR“. Kunstministerin Dr. Eva-Maria Stange hat heute die Fotoausstellung „Voll der Osten. Leben in der DDR“ mit Bildern von Harald Hauswald und Texten von Stefan Wolle in der Evangelischen Akademie Meißen eröffnet. In den achtziger Jahren hatte der gebürtige Radebeuler Hauswald in Ost-Berlin mit der Kamera festgehalten, was für andere Fotografen uninteressant war: Alltagsszenen, einsame und alte Menschen, verliebte junge Pärchen, Rocker, Hooligans und junge Leute, die sich unter dem Dach der Kirche für Frieden und Umweltschutz einsetzten.

Kunstministerin Dr. Eva-Maria Stange: „Wer die Fotografien der Ausstellung betrachtet, der sieht, dass Harald Hauswald stets mit einem wachen, kritischen und authentischen Blick die Realität der DDR-Gesellschaft abbildete. Es ist ein großes Verdienst, dass er mit seiner Werkgeschichte eine Art visuelles Inventar der DDR der 1980er Jahre sowie später der ostdeutschen Länder im schwierigen und oft schmerzhaften Umwandlungsprozess geschaffen hat. Heute, fast 30 Jahre nach dem Ende der DDR, sehen wir die Bilder mit Distanz und gleichzeitig dem Gefühl der Identifikation. Ich freue mich, dass mit dem Titel „Voll der Osten“ ein Selbstbewusstsein mitschwingt, das viele Jahre verschüttet schien.“

Die Ausstellung ist herausgegeben von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und der OSTKREUZ Agentur der Fotografen. Sie präsentiert auf 20 Tafeln mehr als 100 bekannte und unbekannte Fotos von Harald Hauswald. Der Historiker und Buchautor Stefan Wolle, der die Texte verfasst hat, ist wie der Fotograf in der DDR aufgewachsen. Die Ausstellungstafeln verlinken mit QR-Codes zu kurzen Videointerviews im Internet, in denen der Fotograf darüber berichtet, wie und in welchem Kontext das jeweils zentrale Foto der Tafel entstanden ist.

Die Ausstellung ist bis 15. September 2018 im Kreuzganghaus der Evangelischen Akademie Meißen, Freiheit 16 in 01662 Meißen zu sehen.

Quelle: Pressemitteilung Medienservice Sachsen vom 17.08.2018.
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