Fluten verschonten Weltrad manufactur und Herberge

(hoga-presse) Die Elbe war sehr nah gekommen. Für das Weltrad-Restaurant in Schönebeck erwies sich das Juni-Hochwasser als bedrohlich. „Wir sind mit zwei blauen Augen davongekommen“, zeigt sich René Leue optimistisch. Der Strom machte bei seinem Höchststand kurz vor der Terrasse halt. Technische Anlagen mussten in Sicherheit gebracht werden, ansonsten blieben Gastronomie und Herberge von den Fluten verschont.

Es geht weiter. Leue setzt ohne Abstriche auf die ungewöhnliche Kombination von Tourismus und Fahrradmanufaktur. „Meine Zukunftspläne sind geblieben“, sagt er und das Gesicht strahlt Optimismus aus. An seinem Konzept macht der Geschäftsführer der Weltrad manufactur keine Abstriche. Unter Radwanderern gilt das Gelände unmittelbar am Elbufer längst als Geheimtipp. Der Service fürs Zweirad steht ganz oben an. Kein Wunder, an Experten dafür fehlt es dort nicht. Leue hatte sich 2004 einen Traum verwirklicht. Im kleinen Unternehmen werden seit dem in reiner Handarbeit die traditionellen Welträder wieder gefertigt.

René Leue nennt es fast so etwas wie eine Berufung, dass er die Tradition wieder aufleben ließ. Allein von der Fertigung hochwertiger Räder könne er jedoch nicht leben. Klar war für ihn: ein zweites Standbein musste her. Mit dem Umzug der Firma direkt ans Elbufer im Jahre 2008 dann der große und mutige Schritt. Restaurant und Herberge wurden eröffnet. Die Manufaktur in größeren und helleren Räumen setzt auf Transparenz, will Fahrradfans und anderen Neugierigen einen Blick in die handwerkliche Fertigung ermöglichen. Eine solche gläserne Produktion kommt an. Reisegruppen machen Station, Pedalritter, die auf dem Elberadweg unterwegs sind sowieso. Das Konzept erweist sich als stimmig und funktioniert. Dass für die Übernachtungsgäste ein eigener Fahrradschuppen bereitsteht, das versteht sich nahezu von selbst. Und natürlich gibt es in Notfällen erste Hilfe für den fahrbaren Untersatz. Darum kümmert sich in erster Linie Göran Scherf. Ihn verbindet nicht nur eine lange Freundschaft mit Leue. Er hat ihn auf seinem Weg begleitet und ließ sich schließlich mit seinem Fahrradladen nebst Werkstatt direkt neben der Manufaktur nieder. Eine glückliche Kooperation…

Das Manufaktur-Areal selbst hat nicht minder historische Wurzeln. Im heutigen Schönebecker Ortsteil Bad Salzelmen gab es reiche Salzvorkommen. Im 17. Jahrhundert wurde durch den Preußenkönig Friedrich I. eine Saline unmittelbar am Strom errichtet. Die Wasserstraße bot ideale Transportmöglichkeiten bei der Beschaffung von Brennmaterial und dem Verschiffen des Salzes. Die so genannte Salineinsel erinnert noch an diese Zeit. Inzwischen hat sie ihr Gesicht gewandelt, wurde zum Bürgerpark umgestaltet, der im Sommer eröffnet wird. Die neue Brücke dorthin beginnt unmittelbar an der Terrasse von Herberge und Restaurant. 11,6 Hektar ist das wiederentdeckte Areal groß, die Natur hat es sich teilweise zurückerobert. René Leue sieht das Gelände als „hervorragende Erweiterung“ des elbnahen Raums, für seine Gäste entstand ein Refugium zur Entspannung. Die ganze Stadt werde profitieren, ist er sich sicher.

„Viel Potenzial gilt es noch zu nutzen“, versichert der Weltrad-Geschäftsführer. Für ihn sind Radtouristen ein „tolles Publikum“. Die Leute suchten ihre Freude in der Natur, das präge sie. Und deshalb sei ihm um die Zukunft nicht bange.

Weitere Informationen und Reisetipps hat die Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt mbH (IMG) unter www.sachsen-anhalt-tourismus.de zusammengestellt.

Kontakt:
WELTRAD manufactur
Cokturhof 3
39218 Schönebeck

Ansprechpartner:
René Leue
Telefon: 03928-429066
E-Mail: info@weltrad.de
www.weltrad.de

Spendenkonto der Landesregierung Sachsen-Anhalt für die Betroffenen des Hochwassers:

Stichwort: „Hochwasserhilfe Sachsen-Anhalt“
Empfänger: Landeshauptkasse Sachsen-Anhalt
Konto: 8100 8100
BLZ: 810 000 00

Ansprechpartnerin Reisetipp Sachsen-Anhalt:
Annika Jeschek
Telefon: 0391 5689982
E-Mail: annika.jeschek@img-sachsen-anhalt.de