(hoga-presse) Zum Auftakt des 38. Weltkongresses für Rebe und Wein in Mainz zeigten sich Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Weinbauministerin Ulrike Höfken erfreut über die Gelegenheit, das Weinland Rheinland-Pfalz einem internationalen Fachpublikum zu präsentieren.

„Der Kongress findet nach 1999 bereits zum zweiten Mal in der Great Wine Capital Mainz und damit im größten weinbautreibenden Bundesland statt. Das ist eine tolle Werbung für Rheinland-Pfalz und seine Landeshauptstadt“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Sie hob den hohen Stellenwert des Weinbaus für Rheinland-Pfalz hervor, der das Landschaftsbild präge und eine wichtige Einkommensquelle sei für viele mittelständische Familienbetriebe. Am Abend lud die Ministerpräsidentin die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Kongresses zum Empfang in die Alte Lokhalle ein.

Rund 400 Wissenschaftler aus 17 Ländern nehmen an dem fünftägigen Kongress der Internationalen Organisation für Rebe und Wein (OIV) in der Mainzer Rheingoldhalle teil, darunter auch Wissenschaftler von den Dienstleistungszentren Ländlicher Raum in Neustadt und Bad Kreuznach. Weinbauministerin Höfken betonte die große Bedeutung der Veranstaltung: „Alle Beschlüsse der OIV zu Verfahren der Weinbereitung werden in das Recht der Europäischen Union übernommen.“

Insbesondere begrüßte Höfken, dass die OIV den nachhaltigen Weinbau als Schwerpunktthema ihrer Versammlung gewählt habe. „Angesichts neuer Schädlinge wie der Kirschessigfliege und veränderter Trocken- und Nässeperioden müssen sich unsere Winzerinnen und Winzer für die Auswirkungen des Klimawandels wappnen“, sagte Höfken. Rheinland-Pfalz könne zur Entwicklung eines umwelt- und klimagerechten Weinbaus beitragen.

Der Pheromoneinsatz gegen den Traubenwickler, die Begrünung von Rebzeilen und der Anbau neuer, pilzwiderstandsfähiger Rebsorten seien beispielhafte Methoden für einen nachhaltigen Weinbau sowohl im konventionellen als auch im ökologischen Bereich.

Aus Sicht der Ministerpräsidentin und der Weinbauministerin ist zudem die Qualitätsoffensive des rheinland-pfälzischen Weinbaus vorbildlich. „Weine aus Rheinland-Pfalz besitzen die Strahlkraft und die Qualität, um international konkurrenzfähig zu sein“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer und wies darauf hin, dass jährlich 140 Millionen Liter Wein aus Rheinland-Pfalz in alle Welt exportiert werden. Ministerpräsidentin Dreyer und Weinbauministerin Höfken begrüßten in diesem Zusammenhang den vergangene Woche im Bundestag beschlossenen Kompromiss zur Ausdehnung der deutschen Rebfläche.

„Zwar hätten wir uns eine weitere Begrenzung der Neuanpflanzungsrechte gewünscht, wir können aber mit der von den Weinbauverbänden mitgetragenen Vereinbarung leben und werden in Rheinland-Pfalz weiterhin auf Klasse statt Masse setzen“, so Höfken.

Quelle: mulewf.rlp.de