(hoga-presse) Wie schmeckt die Prignitz? Besucher der Grünen Woche in Berlin können die Prignitzer Delikatesse Knieperkohl probieren.

Im 30-jährigen Krieg war der Knieperkohl oft die letzte Hoffnung vieler hungernder Prignitzer. Heute gilt das deftige Kohlgericht als Prignitzer Nationalspeise. Vom 20. bis 29. Januar können die Besucher der Internationalen Grünen Woche in Berlin direkt am Messestand kosten, wie die beliebte Delikatesse in den unterschiedlichsten Variationen schmeckt. Der Tourismusverband Prignitz präsentiert den Knieper so wie zahlreiche weitere touristische Attraktionen in der Brandenburghalle.

Der „Knieperkohl“ hat jetzt nicht nur in der Prignitz Hochsaison, sondern auch auf der 82. Internationalen Grünen Woche in Berlin. Die Grüne Woche gilt mit mehr als 1.600 Ausstellern aus rund 70 Ländern nicht nur als weltgrößte Messe für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau, sondern auch als Berlins traditionsreichste und besucherstärkste Messe. Der Tourismusverband Prignitz bietet den erwarteten rund 400.000 Fach- und Privatbesuchern am eigenen Messestand die Möglichkeit, den „Geschmack der Prignitz“ kennenzulernen. „Das Wichtigste an unserem Stand ist der Herd, auf dem die Leckereien unserer Region direkt vor den Augen des Publikums zubereitet werden. Wir wollen damit zeigen, dass sich ein Urlaub in der Prignitz auch aus kulinarischen Gründen lohnt“, erläutert Mike Laskewitz, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Prignitz e.V.

Das Sauergemüse Knieperkohl, auch bekannt als „Knieper“ oder „Sur’n Hansen“, wird aus verschiedenen Kohlsorten hergestellt. „Knieper entstand im Dreißigjährigen Krieg und gilt heute als Prignitzer Nationalgericht. Durch Plünderungen und Seuchen im Krieg lebte in der Prignitz nur noch ein Bruchteil der ursprünglichen Bevölkerung. Im Winter aßen die Menschen sonst Sauerkraut, doch in dem verwüsteten Landstrich gab es wenig zu essen, Weißkohl war nicht mehr vorhanden. So entschlossen sich die Prignitzer in der Not, blauen Stangenkohl zu säuern, der eigentlich als reines Viehfutter diente“, erläutert Laskewitz. Als bessere Zutaten verfügbar waren, ergänzte und verfeinerte man die Rezeptur. Heute besteht Knieperkohl meist aus Weißkohl, Grünkohl und blauem Markstammkohl, der beim Kochen braun wird und deshalb oft auch als Braunkohl bezeichnet wird. Traditionell wird Knieper mit fettem Fleisch wie Eisbein, Kohlwurst oder Bauchspeck sowie Kartoffeln servi ert.

Auf der Grünen Woche werden 13 Prignitzer Gastronomen im Wechsel täglich Knieper in allen denkbaren Variationen in der Brandenburghalle (Halle 21a) am Prignitzstand (Nummer 154) sowie im Kochstudio von pro agro kochen. „Erstmals ist in diesem Jahr auch die Villa Meehr aus Bantikow auf der Messe vertreten. Der Küchenchef wird die Messebesucher mit Knieperkohlrisotto, kniepergefülltem Filoteig-Bonbon und Knieper-Kartoffel-Cremesüppchen verwöhnen“, so Laskewitz. Am Prignitztag am 24. Januar organisieren die Landkreise Prignitz und Ostprignitz-Ruppin gemeinsam ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm in der Brandenburghalle. „Die Plattenburg als älteste erhaltene Wasserburg Norddeutschlands wirbt beispielsweise mit mittelalterlicher Musik der Gruppe ‚Scharlatan’ für das 25. Plattenburgspektakel im Juni. Ebenfalls am Prignitztag kochen der Hirschhof Hildebrandt aus Freyenstein und die Alte Ölmühle aus Wittenberge im Kochstudio von pro agro live vor den Augen der Zuschauer“, erläutert der Tourismuschef.

Besucher, die auf der Grünen Woche auf den Geschmack gekommen sind, können Knieperkohl im Einmachglas am Messestand kaufen oder direkt im Anschluss in die Prignitz reisen. Dort gibt es in den nächsten Wochen noch zahlreiche Knieper-Veranstaltungen. Ein besonderer Höhepunkt sind beispielsweise die Knieperfahrten mit dem legendären Pollo. „Pollo ist die liebevolle Bezeichnung der Prignitzer für die ehemalige Ost- und Westprignitzer Kreiskleinbahn. Am 18. und 19. Februar organisiert der Prignitzer Kleinbahnmuseum Lindenberg e.V. Fahrten mit der Pollo-Museumseisenbahn zum Knieperessen“, verrät Laskewitz. Der krönende Abschluss der Knieperkohl-Saison findet am 4. März 2017 im Rahmen des Sur’n Hansen-Markt in Perleberg statt.

Die Internationale Grüne Woche Berlin hat vom 20. bis 29. Januar täglich von 10 bis 18 Uhr, am Freitag, dem 27. Januar sogar bis 20 Uhr geöffnet. Weitere Infos: www.gruenewoche.de, www.kulinarische-prignitz.de sowie www.pollo.de.

Kulinarisches Programm am Messestand des Tourismusverbandes Prignitz
An jedem Tag präsentiert ein anderer Prignitzer Gastronom nicht nur Variationen des Knieperkohls, sondern auch die hauseigenen Spezialitäten aus regionalen Produkten am Stand in der Brandenburghalle.

Freitag, 20. Januar: Biohotel Burg Lenzen (Lenzen) – Klassischer Knieperkohl nach Art des Hauses, Gemüseröllchen in Sesamkleid mit Carpaccio von der blauen Trüffelkartoffel und Schaum vom Feldsalat, Zopf vom Lammlachs mit Fenchel-Paprikagemüse in Kürbissegel mit Püree von der blauen Trüffelkartoffel, Rote-Bete-Apfelsuppe
Samstag, 21. Januar: Hirschhof Hildebrandt (Freyenstein) – Mufflonbraten, Hirschbratwurst, Knieperkohl, eigene Wurstprodukte wie Wildsalami, Wildleberwurst, Wildsülze

Sonntag, 22. Januar: Tapas y Carnes (Perleberg) – Tapas aus Prignitzer Produkten inklusive Knieper

Montag, 23. Januar: Gasthaus und Hotel Zum Torwächter (Pritzwalk) – Knieperkohl mit Kohlwurst

Dienstag, 24. Januar: Die Plattenburg mit dem Burgkeller „Taverna Obscura“ (Plattenburg) – Bierbraten vom Wildschwein aus den Plattenburger Wäldern mit klassischem Knieper nach Art des Hauses

Mittwoch, 25. Januar: Landidyllhotel „Alter Hof am Elbdeich“ (Unbesandten) – Knieperkohl (klassisch sowie vegan/vegetarisch), Kohlwurst (hausgeschlachtet), Knieperkohl-Burger, Möhrenknieper-Kuchen

Donnerstag, 26. Januar: Villa Meehr (Bantikow) – Knieperkohlrisotto mit Möhrenstroh und Gewürzblüte garniert, Knieperkohlgefülltes Filoteig-Bonbon, im Weckgläschen gereichtes Knieperkohl-Kartoffel-Creme-Süppchen mit Kohl-Chip als Haube

Freitag, 27. Januar: Historisches Hotel und Restaurant Deutscher Kaiser (Perleberg) – Knieperkohlsushi mit Lachs und Apfel-Wasabisauce, Grünkohlbrot mit Kürbismarmelade

Samstag, 28. Januar: Knieperproduzentin Jeannine Groth – Klassischer Knieperkohl aus der Gulaschkanone mitKohlwurst, Knieperschmalz

Sonntag, 29. Januar: Dahses Gasthaus und der Kuhstall (Premslin/Glövzin) – Variationen vom Wels, Variationen vom Schwein

Kulinarisches Programm der Prignitz im Kochstudio von pro agro am Dienstag, dem 24. Januar
10 bis 14 Uhr: Hotel Alte Ölmühle (Wittenberge)
14 bis 18 Uhr: Hirschhof Hildebrandt (Freyenstein)
Weitere Infos: www.dieprignitz.de

Pressekontakt:
Mike Laskewitz (Tourismusverband Prignitz e.V.)
Tel.: 03876 / 30 74 19 20

Stephan Trutschler
(MEDIENKONTOR, PR)
Tel. 0177 / 31 60 515

Quelle: Pressemitteilung MEDIENKONTOR vom 09.01.2017.