(hoga-presse) Die FDP Fraktion im Saarbrücker Stadtrat blickt besorgt auf die derzeit noch ungewisse Zukunft der Messe in Saarbrücken. Allein die Saarmesse GmbH, die unter der vollen Trägerschaft der Landeshauptstadt Saarbrücken steht, hat in den Jahren 2012 und 2013 einen Verlust in Millionenhöhe zu verzeichnen. Diese Zahlen verdeutlichen, dass die Aufrechterhaltung der Doppelstrukturen durch den Betrieb der beiden eigenständigen Gesellschaften CongressCentrum Saar und der Saarmesse GmbH nicht mehr tragfähig ist. Nach Ansicht der FDP Stadtratsfraktion müssen daher beide Gesellschaften in einer neuen Gesellschaft zusammengelegt werden, um die nahezu deckungsgleichen Aufgabenbereiche in einer einheitlichen Struktur anzugehen. Doch auch das bisherige Konzept, Saarbrücken als Messestandort für Großmessen betreiben zu wollen, muss völlig neu überdacht werden. Wie die Besucherzahlen der Saarmesse und der Welt der Familie deutlich zeigen, orientiert sich das Modell einer Großmesse längst nicht mehr an den individuellen Interessen der Verbraucher. Die FDP Stadtratsfraktion setzt sich dafür ein, dass sich Saarbrücken in der Region als Standort für Spezialmessen und kleinere Kongresse etabliert. Durch mehrere, über das Jahr verteilte, kleinere Kongresse und Events könnten so für die Verbraucher und Geschäftsleute attraktivere Angebote geschaffen werden, die auch regionalwirtschaftliche Effekte für saarländische Unternehmen und für den Tourismus erzielen könnten.  Ein derartiges Konzept kann aufgrund der dort vorhandenen baulichen Mängel nicht auf dem bisherigen Messegelände betrieben werden. Gleiches gilt für einen möglichen Standort an der Saarlandhalle. Durch einen entsprechenden Erweiterungsbau an der Congresshalle Saarbrücken könnte genügend Raum geschaffen werden, um einen einheitlichen Standort für Spezialmessen und Kongresse zu verwirklichen und gleichzeitig als Multifunktionshalle zur Veranstaltung von Konzerten und ähnlichem dienen, um etablierte Künstler nach Saarbrücken zu locken. Bereits jetzt finden immer weniger national oder auch international bekannte Künstler den Weg nach Saarbrücken, da es an einem attraktiven und technisch hinreichend ausgestatteten Veranstaltungsort fehlt. Die hierfür notwendigen finanziellen Mittel könnten durch die Aufgabe des derzeitigen Messegeländes in Saarbrücken sowie der Saarlandhalle und eine sich anschließende entsprechende Vermarktung zur Schaffung eines weiteren Industriestandorts gewonnen werden. „ Wir als FDP Fraktion im Saarbrücker Stadtrat sind uns der katastrophalen Haushaltslage unserer Landeshauptstadt bewusst. Bei allen Sparanstrengungen setzen wir uns dafür ein, dass Saarbrücken auch in Zukunft in seiner Attraktivität gesteigert wird. Dies ist nach unserer Ansicht nur möglich, wenn wir einen zentralen, hochwertigen Standort in Saarbrücken aufbauen, der den Bürgerinnen und Bürgern durch eine Mischung aus Unterhaltungsprogrammen und kleineren Kongressmessen ein attraktives Freizeitangebot bieten kann und gleichzeitig durch die Bündelung von Standorten und Personal Synergien hebt“, so Karsten Krämer, Vorsitzender der FDP Fraktion im Saarbrücker Stadtrat.

Jennifer Müller
FDP Stadtratsfraktion Saarbrücken
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