(hoga-presse) Viele Gastwirte in Niedersachsen fragen sich in diesen Tagen, was sie von den Brauereien zukünftig zu erwarten haben, so Hermann Kröger, Präsident des DEHOGA Niedersachsen.

In der vergangenen Woche hatte das Bundeskartellamt verlauten lassen, dass sechs deutsche Großbrauereien mit einem kartellrechtlichen Verfahren überzogen worden sind, in dessen Folge Bußgelder in Höhe von 105 Millionen Euro verhängt wurden. Nun soll ein Verfahren gegen weitere Brauereien folgen, in dem Bußgelder in noch größerer Höhe angekündigt werden. Den Ermittlungen des Kartellamtes zufolge hat es zwischen den Brauereien Preisabsprachen gegeben. „Wir müssen unterstellen, dass diese Preisabsprachen hinsichtlich der Fassbierpreise dazu geführt haben, dass Gastronomen zu hohe Bierabnahmepreise bezahlt haben“, so Kröger heute.

Gerade der Gesichtspunkt, dass die Brauereien ihre Gastwirte immer als Partner einer Geschäftsbeziehung bezeichnet haben, habe nun in vielen Fällen zu einem massiven Vertrauensverlust der Wirte in die Rechtschaffenheit der Geschäftspolitik der Brauereien geführt, berichtet Kröger aus Mitgliedskreisen. Kröger fordert von den Brauereien nun, den entstandenen Vertrauensverlust gegenüber den Gastwirten wieder gut zu machen.

DEHOGA Niedersachsen
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