Tourismus NRW richtet eindringlichen Appell an Politik

Reiseland NRW darf nicht auch innerdeutsch hintenanstehen

(hoga-presse) Mehrere Bundesländer haben inzwischen vorsichtige Öffnungsschritte für den Tourismus in ihrem Land angekündigt. Für Nordrhein-Westfalen gibt es bislang keine solchen Pläne. Dazu erklärt Dr. Achim Schloemer, Vorstandsvorsitzender des Tourismus NRW e.V.:

„Wir sind davon überzeugt, dass es unter strengen Hygiene- und Infektionsschutzauflagen, den Testungen sowie dem Einsatz digitaler Tools zur Kontakterfassung möglich ist, touristische Übernachtungen ebenso wie viele touristische Angebote bei stabilen Inzidenzen unter 100 zu ermöglichen. Insbesondere bei kontaktarmen Übernachtungsmöglichkeiten oder touristischen Angeboten unter freiem Himmel dürfte das Ansteckungsrisiko gering sein. Urlaub im Ausland ist bereits möglich, viele deutsche Bundesländer wollen nun ebenfalls Urlaub ermöglichen. Unseren Betrieben in Nordrhein-Westfalen würden massive Wettbewerbsnachteile drohen, wenn wir uns nun auch innerdeutsch hintenanstellen müssten.“

Weiter führt er aus: „Wir brauchen Planungssicherheit: Zum einen für die Betriebe, die sich auf Öffnungen organisatorisch vorbereiten müssen, zum anderen für Reisende, die buchen wollen. Wenn sie diese Planungssicherheit andernorts, aber nicht in Nordrhein-Westfalen, finden, werden sie schon längst woanders gebucht haben, bis Nordrhein-Westfalen öffnet. Daher appellieren wir an die Landesregierung: Unterstützen Sie das Reiseland Nordrhein-Westfalen jetzt! Wir brauchen eine kurzfristige Zusage für nachhaltige Öffnungsmöglichkeiten. Bitte handeln Sie umgehend, damit Unternehmen, Beschäftigte und Gäste verantwortungsvoll aus dem über sechs Monate dauernden Lockdown kommen und das Reiseland Nordrhein-Westfalen eine faire Wettbewerbschance hat.“

Quelle: Tourismus NRW/ Tonia Haag, 07.05.2021
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