Ruhr: Der Monat Juli verzeichnet weniger deutliche Rückgänge bei Gästezahlen

(hoga-presse) Auch wenn der Vorjahresvergleich einem erneut das Ausmaß und die Folgen der COVID 19-Pandemie deutlich vor Augen führt, können aktuell erneut positive Entwicklungen verzeichnet werden.

Die von IT.NRW veröffentlichten Übernachtungszahlen für Juli 2020 liegen erwartungsgemäß unter dem Vorjahresniveau. Die insgesamt erfassten 432.965 Übernachtungen in der Metropole Ruhr bedeuten im Vergleich zu 2019 ein Minus von 39 %. Aufgrund der Reisebeschränkungen kaum überraschend, liegt die Zahl der Übernachtungen von Ausländern bei 56.454 und somit 52 % unter dem Vorjahresniveau.

Stadt-Land-Vergleich

Doch interessant ist hierbei der ‚Stadt-Land-Vergleich‘. In den eher ländlich geprägten Kreisen der Metropole Ruhr, wie z. B. dem Kreis Wesel oder dem Kreis Recklinghausen, sind die Einbußen in Folge der Corona-Pandemie deutlich geringer als in den urbanen Zentren. So verzeichnet etwa der Kreis Wesel bei den Übernachtungen lediglich noch ein Minus von 22,6 % wohingegen beispielsweise die Stadt Bochum hier ein Minus von 69 % aufweist. Diese Entwicklung liegt zum einen an den stark nachgefragten Aktiv-Angeboten im Rad- oder Wanderbereich im ländlichen Raum und zum anderen an den enormen Einbußen im Geschäfts-/Tagungs-/ Kongress- und Eventtourismus. So z. B. der temporäre Wegfall des Publikumsmagneten Starlight Express in Bochum.

Selbst bei urbanen Zentren sind die naturräumlichen Angebote ausschlaggebend für die Besuchszahlen. Städte mit wenigen ländlich-geprägten Flächen wie z.B. Oberhausen oder Gelsenkirchen, mussten ein Minus von 50,5 % bzw. 52,2 % im Vorjahresvergleich hinnehmen. Städte die wie Bottrop mit der Kirchhellener Heide großflächige Naturräume und entsprechende Angebote haben, fiel dieses Minus mit 43,4 % geringer aus.
„Die für das Ruhrgebiet typische Kombination aus Stadt und Land sowie den entsprechenden Angeboten zeigt hier ihre Vorzüge.

Der krisenbedingten veränderten Nachfrage kann die Region somit gerecht werden und in der Vermarktung bspw. durch die Fokussierung auf den Radtourismus, mit dieser Symbiose aus Stadt und Land punkten.“, erklärt RTG-Geschäftsführer Axel Biermann.

Aktivtourismus boomt

Ein weiterer Faktor sind die Radwege – so kann entlang des beliebten Fernradwegs RuhrtalRadweg teilweise sogar ein Plus bei den Übernachtungszahlen verzeichnet werden. So z.B. in Fröndenberg, dass mit + 4,6 % zu den Vorjahreszahlen sehr gut dasteht. Noch deutlicher wird dies entlang der Römer-Lippe-Route, wo Gemeinden wie Werne mit einem Plus von 17 % stark von dem Radweg profitieren.

Über Ruhr Tourismus GmbH

Der Auftrag der RTG ist es, ein eigenständiges touristisches Regionalprofil zu entwickeln sowie die Bündelung von Produktentwicklung, Marketing und Vertrieb zur Profilierung der Metropole Ruhr als neues und modernes Reiseziel voranzutreiben. Als Informations- und Koordinierungsstelle für die Metropole Ruhr ist die RTG zentraler Ansprechpartner – auch bei der Vernetzung der touristischen Partner in der Region. Neben ihrer Tätigkeit im Tourismusmarketing ist die Gesellschaft auch als Reiseveranstalter tätig.

Quelle: Ruhr Tourismus GmbH
Bildquelle: RTG/Dennis Stratmann