Erster Ausstellungskubus im neuen Denkmalpfad der Kokerei eingeweiht
Eröffnung der 1. Station Denkmalpfad Kokerei Zollverein

Bestandteil der Zollverein-Führung „Durch Koksofen und Meistergang“

(hoga-presse) Mit einem neuen Denkmalpfad über die Kokerei erweitert die Stiftung Zollverein das vorhandene Angebot der Führungen auf dem UNESCO-Welterbe. Entlang der denkmalgeschützten Koksofenbatterie entstehen im Rahmen eines neuen Erlebnis- und Ausstellungskonzepts mehrere quaderförmige Gebäude, in denen die Besucherinnen und Besucher mit einer emotionalen Inszenierung eingestimmt werden auf das „Erlebnis Kokerei“.

Dabei werden die Funktionsabläufe der Kokserzeugung durch Projektionen und Animationen vermittelt. Die beeindruckende Welt der Koksproduktion wird künftig an zehn Stationen wieder lebendig. Am 20.9. wurde der erste Ausstellungskubus offiziell eingeweiht. Zollverein-Besucher können sich freuen: Der Kubus ist ab sofort fester Bestandteil der öffentlichen Führungen über die Kokerei.

Stimmen zum Ausstellungskubus im neuen Denkmalpfad der Kokerei

Für die Realisierung des neuen Denkmalpfads über die Kokerei stellen die NRW-Stiftung und die RAG-Stiftung der Gesellschaft der Freunde und Förderer der Stiftung Zollverein e. V. bzw. der Stiftung Zollverein finanzielle Zuschüsse zur Verfügung. Dank dieser Zuschüsse konnte die Stiftung Zollverein als Eigentümerin und Bauherrin die Maßnahme in den vergangenen Monaten realisieren.

„Wir danken der NRW-Stiftung und der RAG-Stiftung ausdrücklich für ihr finanzielles Engagement, ohne das der neue Denkmalpfad nicht hätte realisiert werden können“, so Prof. Dr. Hans-Peter Noll, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Zollverein. Auf diese Weise habe die Stiftung Zollverein mit der Agentur „jangled nerves“ und dem Architekturbüro NEW zudem hervorragende Partner für die Gestaltung der Ausstellung und die Planung des Kubus beauftragen können, so Prof. Heinrich Theodor Grütter, Mitglied des Vorstands der Stiftung Zollverein.

Prof. Dr. Karl-Heinz Erdmann, Vorstandsmitglied der NRW-Stiftung: „Das Welterbe Zollverein gehört zu den eindrucksvollsten Zeugnissen der Wirtschaftsgeschichte in NRW. Der Bergbau und die Montanindustrie bestimmten das Arbeitsleben vieler Generationen und gehören zur Identität des Ruhrgebiets. Es ist ein Kernanliegen der NRW-Stiftung, die Geschichte Nordrhein-Westfalens erlebbar zu machen. Deshalb haben wir den Denkmalpfad über die Kokerei Zollverein sehr gerne gefördert.“

Bärbel Bergerhoff-Wodopia, Mitglied des Vorstands der RAG-Stiftung: „Der neue Ausstellungskubus vermittelt Wissen durch modernste Medientechnik. So erreichen wir gerade auch die junge Generation, die die Kokerei nie in Betrieb erlebt hat. Das Angebot richtet sich deshalb auch ganz gezielt an Schulen, Kinder und Jugendliche aus den angrenzenden Stadtteilen, um mehr über die Geschichte und Funktionsweise der Kokerei und die Verbindung von Leben, Arbeiten und Technik im Ruhrgebiet zu erfahren.“

Dr. Anneliese Rauhut, Vorstandsvorsitzende der Gesellschaft der Freunde und Förderer der Stiftung Zollverein e. V.: „Der neue Denkmalpfad auf der Kokerei Zollverein ist ein weiteres wichtiges Angebot des UNESCO-Welterbes Zollverein an die Menschen hier in der Region und die vielen Besucher aus dem In- und Ausland. Die Gesellschaft der Freunde und Förderer der Stiftung Zollverein freut sich sehr, dass es gelungen ist, sowohl die NRW-Stiftung als auch die RAG-Stiftung als Unterstützer für dieses großartige Projekt der Stiftung Zollverein zu gewinnen.“

Buchungen des neuen Ausstellungskubus

Der Besuch des neuen Ausstellungskubus ist ab sofort im Rahmen der öffentlichen Führung „Durch Koksofen und Meistergang“ bzw. als Gruppenführung mit derzeit maximal neun Personen buchbar.

Corona-Schutzmaßnahmen UNESCO-Welterbe Zollverein

Die Stiftung Zollverein führt aktuell alle Veranstaltungen auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein unter Corona-Bedingungen durch. Für Gäste und Gästeführer besteht während der Führung Schutzmaskenpflicht, zudem gilt die Abstandspflicht. Die Besucherdaten aller Teilnehmer einer Führung werden erfasst. Derzeit dürfen bis zu neun Personen an einer Führung teilnehmen.

Quelle: UNESCO-Welterbe Zollverein
Bildquelle: Foto im Auftrag der Stiftung Zollverein, Jochen Tack